Oberhein aus Sicht der Wissenschaft: Prof. Lieber

BLICK-OBERREIN-Interview: Prof. Lieber  Rektor HS OG

 

In unserer Interview-Reihe "BLICK-OBERRHEIN" fragen wir  Persönlichkeiten  aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft  nach

- Ihrer Sicht zur besonderen Rolle der Oberrhein-Region in EUROPA

- Ihrer Einschätzung zu verschiedenen Aktivitäten und Initiativen

- so auch zu unserem Projekt: Manufak-TOUR am Oberrhein

 

In diesem Monat gab uns  Professor  Werner Lieber,

Rektor der HOCHSCHULE OFFENBURG das folgende Interview


Vorweg: WinBaden.de  = Baden im Herzen, Sinn, die OBERRHEIN-REGION im Blick
Das Europa der 27 mit der mächtigen Organisation ist vielen Menschen fern, fremd!
Die OberrheinRegion, Modellregion im Herzen Europas, mit Straßburg als Nachbarn ist  als gemeinsamer Lebens- u. Kulturraum greifbarer, erlebbarer!

Unter dieser Prämisse stehen diese INTERVIEW -FRAGEN:

Zweifellos braucht BADEN EUROPA; aber braucht EUROPA auch BADEN  ? ...oder:  Hat Regionales im Zeichen von Internationalisierung  noch Bedeutung, eine Zukunft?

 



Zuerst einmal glaube ich, dass Europa mittlerweile in der Lebensrealität der meisten Menschen angekommen ist. Gleichwohl die Nähe zu Frankreich bzw. zur Schweiz und die sich hieraus entwickelnden Begegnungen für die Menschen der Region eine besondere Bedeutung haben. Die Hochschule Offenburg unterhält sehr gute und vielfältige Beziehungen zu Hochschulen in Frankreich oder der Schweiz, aber auch zu Einrichtungen in anderen europäischen Ländern und darüber hinaus. Internationalisierung ist wichtig, da die großen Herausforderungen unserer Zeit nicht allein auf nationalstaatlicher Ebene gelöst werden können. Dass dies beispielsweise in Verbünden wie TriRhenaTech sehr gut funktioniert, ist doch ein deutliches Zeichen dafür, dass der Europäische Gedanke verinnerlicht wurde und vom Studierendenaustausch bis hin zur Lösung technologischer, umwelttechnischer oder gesellschaftlicher Fragen im Bereich der Forschung gelebt wird. Gleichzeitig verstehen wir uns aber auch als regionale Hochschule, die eng mit Unternehmen, Verbänden und Organisationen der Region zusammenarbeitet und ihre gesellschaftliche Verantwortung für diese Region kennt und wahrnimmt. Ich glaube, dass Regionales auch weiterhin eine Zukunft hat, wenn dies ein „Offen-sein-für-Neues“ und Toleranz nicht ausschließt. Abschottung und Ausgrenzung aus Angst die eigenen kulturellen Werte vor Einflüssen von außen zu schützen, hat selten zu etwas Gutem geführt.

Was halten Sie von dem Konzept, Europa über die „ naheliegende“  trinationale OBERRHEIN - Region den Menschen „ näher zu bringen“  Was wäre  für Sie eine Aktion um diese Botschaft auch im Bereich der regionalen Wirtschaft voran zu bringen? ( Wer sollte in dieser Reihe  noch angesprochen werden?)


Tatsächlich sind wir auf diesem Gebiet sehr aktiv und in zahlreichen Netzwerken engagiert, die sich genau dies, den grenzüberschreitenden Austausch, zur Aufgabe gemacht haben. Neben dem bereits genannten Verbund TriRhenaTech, belegen das auch aus EFRE-Mitteln (Europäische Fonds für regionale Entwicklung) finanzierte INTERREG-Projekte oder mein Engagement in der Säule Wissenschaft der Trinationalen Metropolregion Oberrhein (TMO). Dies zeigt, dass wir als Hochschule unsere sog. „dritte Mission“, den Technologietransfer und die Beantwortung gesellschaftlicher Herausforderungen, ernst nehmen. Im Mai diesen Jahres hat die Hochschule Offenburg beispielsweise zusammen mit dem Regierungspräsidium Freiburg, den bereits genannten Netzwerkpartnern und Hochschulen aus Frankreich, der Schweiz und Baden-Württemberg einen grenzüberschreitenden „Marktplatz Industrie 4.0“ veranstaltet, der KMU aus der Oberrheinregion die Möglichkeiten der Zusammenarbeit und des Technologietransfers vorgestellt hat. Diese Veranstaltung war Teil der Kampagne „Europa macht’s möglich“ des Regierungspräsidiums Freiburg. Der Austausch ist also lebendig, gleichwohl man nicht nachlassen darf, diesen weiter zu fördern.
 
Wäre die Dokumentation und Pflege der gemeinsamen Industriekultur am Oberrhein in Ihren Augen eine solche Möglichkeit?
Die Anfänge der Industriekultur am Oberrhein werden derzeit dokumentiert und in einem grenzüberschreitenden, wissenschafltichen Projekt aufgearbeitet (siehe beispielsweise http://www.interreg-oberrhein.eu/projet/regio-mineralia-die-anfange-der-industriekultur-am-oberrhein-die-bodenschatze/). Vor rund zwei Jahren beschäftigte sich auch die Sonderausstellung „Reiches Erbe – Industriekultur im Dreiland“ des Dreiländermuseums Lörrach (https://www.regbas.ch/fr/actualite/manifestations/reiches-erbe-industriekultur-im-dreiland-sonderausstellung-zur-industriellen-entwicklung-am-oberrhein-im-dreilaendermuseum-loerrach/) exemplarisch mit diesen Verflechtungen. Genauso wichtig wie die Dokumentation und die Bewahrung ist die Weiterentwicklung dieser Kultur und der damit zusammenhängenden Skills.

Mit dem Ziel, die Idee der grenzüberwindenden Aktivitäten aufzuzeigen,
erlebbar zu machen, gibt es auf  winbaden die neue Seite: VERBINDENDES http://www.winbaden.de/verbindendes/  Welche(s) Beispiel (e) an Gemeinsamkeit, an gemeinsamen Aktivitäten über den Oberrhein/Hochrhein hinweg  können Sie uns nennen?


Als Rektor einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften fallen mir hier natürlich zuerst der Austausch von Studierenden und Wissenschaftler-/innen und die grenzüberschreitende (Forschungs-)Zusammenarbeit ein. Die Summerschool „Die Brücke“ der TriRhenaTech-Hochschulen bietet Studierenden an, im Sommer ihre sprachlichen und interkulturellen Fähigkeiten auszubauen und Unternehmen der Region kennenzulernen. Die Teilnehmer-/innen des Robotikwettbewerbs Trinatronics lösen technologische Problemstellungen in multinationalen Teams. Hier sind nicht nur Sprachkenntnisse, sondern auch Unterschiede in der Arbeitskultur Herausforderungen, die gelöst werden müssen. Darüber hinaus bietet die Hochschule Offenburg seit 2009 den EI3nat-Studiengang an, dessen Studierende an Standorten in der Schweiz, Frankreich und in Offenburg ausgebildet werden. Dies sind für mich hervorragende Beispiele für gelingende und nachhaltige grenzüberschreitende Aktivitäten.

Soweit die Fragen zum Interview „Blick-Oberrhein“;

Für das  eigene  „ oberrheinische Projekt“  Manufak-TOUR  am Oberrhein wäre es eine wertvolle Unterstützung, wenn auch aus Sicht einer regionalen Institution von  Wissenschaft/ Technik/Wirtschaft  ein Votum  zu Manufakturen= Regionales Kulturerbe abgeben würde.  Danke für Ihre  Unterstützung.
Kunst und Können wertzuschätzen, zu fördern und zu bewahren ist ein ehrenvolles Ansinnen für das ich Herrn Fleig und seinem Projekt viel Erfolg wünsche. Viele der heutigen Weltmarkführer am Oberrhein haben als Manufakturen begonnen, was das Potenzial der „von Hand gefertigten“ Produkte unterstreicht. In jedem Fall zeugt die Arbeit der „alten Meister und Meisterinnen“ von Know-How, Sachverstand und Leidenschaft, die bewahrt – oder besser noch: die weitergeben werden sollten.

Herzlichen Dank für Ihre wertvolle Zeit !

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OPEN AIR KINO mit neuen KLängen

OPEN AIR KINO Ettlingen mit neuen Klängen beim "worming-up"

OPEN-AIR KINO im Ettlinger  Schlosshof mit starken Filmen und neuen Klängen beim worming-up!

 

 

 

Beim OPEN AIR  KINO ETTLINGEN  veranstaltet vom  MACHER IN BADEN  und Winbaden - Partner  Marcus Neumann  gibt es 15 Kinonächte der Extra-Klasse im Ettlinger Schlosshof.

 

Neben den  filmischen Highlights erwartet den Besucher schon ab 19.00 „Party-Stimmung“ mit LIVE-MUSIC! Veranstaltet vom Kulturamt Ettlingen und dem Kino Kulisse!

 

Am Sa. 01. September  22.15  eine Spätvorstellung mit dem Leckerbissen  „STERNENJÄGER“  Abenteuer Nachthimmel.

 

Die LIVE MUSIC  schon ab 19.00 und in der Pause vor der Spätvorstellung von einem ungewohnten  DUO:

 

Lothar Arnold  am Solo-Piano begleitet  von Alois Fleig an seiner Drehorgel !  In dieser Kombination eine Uraufführung ! Lassen Sie sich überraschen von dieser Klangkombination!

...und für meine Drehorgel-Fans und die, die es am Abend werden gibt es "Nachschlag" (ohne Klavier) :

 Tags darauf am Sonntag  02. Sept. von 14.00-16.00  im Horbach-Park mit dem Kaffee-Häusle e.V.

 

 

 

 

 

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KULTURERBE gleich zweifach in Herrenwies

Rückblick und Dank an Unterstützer mit stimmungsvoller Feier in der alten Kirche Herrenwies

 

Herrenwies /Ettlingen

 

 

 

Anlässlich einer weiteren Etappe  des Projektes den Rückblick  mit einem Dank an alle  ehrenamtlichen Helfer aber auch an die Sponsoren und Unterstützer zu verbinden , war das Ziel einer kleinen stilvollen Feier in selbiger Kirche. Hansjörg  Willig, 1. Vorsitzenderr des  KULTURERBE SCHWARZWALDHOCHSTRASSE e.V. konnte dazu eine stattliche  Schar in der als schlichten Kulturraum renovierten ehemaligen Dorfkirche begrüßen. Neben den Sponsoren auch  Frau Dr. Wurz, Leiterin der „LEADER“–Kulisse  und Claus Haberecht  in Vertretung von Landrat Bäuerle.

 

In einem anschaulich bebilderten Rückblick ließ Willig den mühsamen Weg der Renovierungsarbeiten Revue passieren, bevor es an die Anbringung der Widmungs-tafeln ging. Zuvor die Enthüllung des bei der Renovierung entdeckten Fragmentes der einstigen Kirchenglocke.

 

Dieser Akt wie auch die ganze Feier stilvoll  musikalisch umrahmt von den Klängen der Drehorgel von Alois Fleig aus Ettlingen. Von Horst Jankowskis Schwarzwaldfahrt über  den Choral „HIGHLAND KATHEDRALE“, als  Widmung an das Bauwerk , „GLÖCKLEIN“ bis zum BADNER Lied als Abschluss das ganze fein abgestimmt als Widmung an das Kulturerbe!

 

Doch nicht nur als  Musikant war Fleig nach Herrenwies gekommen. Vielmehr auch als langjähriger „Weggefährte“ des Projektes und auch in Sachen Kulturerbe quasi auf  ähnlicher Spur. So wie Willig auf der Hochstraße mit dem Kulturerbe SWHS, so ist er quasi auf  der „Parallelspur am Schwarzwaldrand“ mit seinem Projekt www.Winbaden.de/MANUFAK-TOUR/ am Oberrhein unterwegs. Dass er heute auch entdecken durfte, dass  Herrenwies  auch ein wichtiger Ort der (Glas)  Manufakturen war, sei doch ein schönes Beispiel, wie man auf  verschiedenen Wegen zusam-menkommen kann, schloß er und legte noch eine herrliche Abschiedsmelodie auf seine Orgel!

 

Dies  unterstrich  Willig  ebenso bei seinem Dank für die einmalige Musikbegleitung, die nicht das letzte Mal gewesen sein soll.

 

Bei zünftigem Schwarzwälder Speiß und Trank wurde noch lange Kontakte gepflegt und geknüpft!

 

 

 

 

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MACK -Rides - eine Manufaktur? aber klar!

Eine Manufaktur, aus der der Europas größter ErlebnisPark, größtes HotelResort entstanden !

Im Schwarzwaldstädtchen Waldkirch, eigentlich bekannt als Ursprungsort der süddeutschen Orgel- und Drehorgelbauer, hat auch ein Unternehmen seinen Ursprung, aus  dem der größte Freizeitpark, das größte Hotel-Resort Deutschlands, der Europa Park hervorgegangen ist. Die heutige Mack Rides GmbH & Co KG  geht in achter Generation auf die  Wagnerei  zurück, die Paul Mack 1780  gegründet hat.

Anlässlich des  Hightech-Summit  Baden-Württemberg im Europa-Park  konnte ich Roland Mack, den heutigen Chef des Familien-Firmen-Imperiums erleben, wie er in seiner Ansprache an die  IT- Unternehmer den Weg der MANUFAKTUR MACK zur heutigen MACK-RIDES aufzeichnete, aus der alles hervorgegangen ist. Die Story, wie aus den landwirtschaftlichen Leiterwagen und Schubkarren, Postkutschen und dann Wohnwagen für Zirkus und Schausteller und Karussells und Fahrgeschäfte und bis zu den heutigen Achterbahnen wurden.

Diese beeindruckende Unternehmensgeschichte wurde  1988 zum 200 jährigen Jubiläum Von Willi Thoma in einen eindrucksvollen Bildband „Faszination Karusell-und Wagenbau“ dargestellt!

Am Rande der Bilanzpressekonferenz konnte ich den Geschäftsführer der MACK  RIDES  Freiherr Christian von Elverfeldt  kennenlernen. Auf meine provokative Frage, ob ich ihn wirklich als  Leiter einer Manufaktur ansprechen dürfe, kam ein „aber ganz bestimmt sind wir eine Manufaktur!“  und die Einladung zum heutigen Besuch in Waldkirch. Nach einem für den  Ingenieur  hochinteressanten Rundgang über das  ganz Werksgelände einschließlich der „Villa Mack“  nun unser Gespräch:

 

Alois Fleig:

Herr von Elverfeldt bei Ihrer Einladung hierher hatten Sie mir  ganz überzeugend   eine MANUFAKTUR in Aussicht gestellt. Was Sie mir aber eben gezeigt  haben, das wirkte aber für mich ganz eindeutig eher als „Industrie 4.0“! Wie geht das zusammen? Was steckt noch an Manufaktur in der MACK-RIDES  2018 außer dem Reißbrett  in Franz Mack’s Arbeitszimmer?

 

Christian von Elverfeldt:

Das hat der Ingenieur gut  beobachtet und erkannt,  wir sind technisch sehr wohl auf der Höhe der Zeit und sind in Sachen Digitalisierung gut unterwegs. Aber das ist für uns aber auch kein Widerspruch zum Geist der Manufaktur. Der ist in der Villa Mack , dem Elternhaus von Roland Mack sichtbar, steckt aber im ganzen Betrieb. Wie im Wagenbau der  Manufaktur von Heinrich Mack ist jeder Wagen eine „Einzelan-fertigung“,eine Kleinstserie von fünf ist schon ? ?die Seltenheit; ist das  nicht ein  Kriterium

 

Alois Fleig:

Manufaktur-kriterium ist ein gutes Stichwort; was gehört für Sie  zu diesen Kriterien noch dazu? Es gibt ja strenge Definitionen etwa nach dem Gabler-Lexikon oder dem DIN-Ausschuß. Das sind Zahlen bezüglich Mitarbeiter, Seriengröße, Fertigungstiefe etc. Offengestanden nenne ich diese nur als Orientierung und sehe Manufaktur auch als gelebte Unternehmensphilosophie. die  Begriffe wie Individualität, Qualität, Tradition und Erfindungsreichtum verbindet. Einfach ein(e) Unternehmer(in) mit  Herz und Verstand dahinter? Wie sehen Sie das?

 

Christian von Elverfeldt:

Sicherlich sind  greifbare Kriterien erst einmal wichtig, damit nicht einer der Massen-ware aus Fernost verscherbelt, sich als Manufaktur deklariert und damit den Begriff abwertet. Aber Ihr Gedanke von der Unternehmens-Philosophie dahinter hat schon Charme. Nur wie ist das zu greifen? Wie wollen Sie das  angehen.

 

Alois Fleig:

Das ist mir schon klar, das bedeutet eben, dass  ich immer den Menschen kennen lernen muss, der dahinter steht.  Bedeutet auch, dass es nicht  mit einem Fragebogen oder gar online zur Manufak-TOUR geht; am liebsten würde ich bei jeder  Manufaktur ein mindestens eintägiges Schnupperpraktikum machen!

 

Christian von Elverfeldt:

Respekt, da haben Sie sich wirklich einiges vorgenommen und falls ich es richtig vernommen habe, so wollen Sie auch mit und für Ihre Manufakturen etwas bewegen. Was darf man da sich vorstellen?

 

Alois Fleig:

Ja museal soll das ganze nicht werden, bei aller Wertschätzung von Tradition. Wichtig ist mir auch der Kontakt unter den Inhabern und natürlich auch deren Kontakt mit der „Aussenwelt“, mit potentiellen Kunden. Da es aber auf Anhieb schwierig sein wird, interessierte Menschen vom Kraichgau bis zum Breisgau zusammenzubringen,

habe ich begonnen, wie hier im Umkreis um die Keramik-Manufaktur in Zell a. Harmersbach einige Inhaber zusammenzubringen und vorzustellen; ein nächster Punkt könnte die Rainhofscheune im Höllental oder Waldkirch sein.

 

Christian von Elverfeldt:

Ist nicht Inhaber(in) ein gutes Stichwort besser auch ein Kriterium für Manufaktur? Nicht die Niederlassung einer Kapitalgesellschaft! Auch wenn man keinesfalls die jungen Macher geringschätzen sollte, die sich auf Basis  alten Handwerks mit neuem Design mit einer jungen Manufaktur selbständig machen, gehört nicht auch Familientradition  zum Charakter der Manufakturen dazu. Wie sehen Sie das?

 

Alois Fleig:

Für mich gehört beides dazu; die Tradition der Schwarzwälder Unternehmerfamilien ebenso wie die „jungen Wilden“ die z.B. mit jungem frechen Design auf Basis traditionellen Handwerks  z.B. der Kuckucksuhr dem Schwarzwald ein neues Image verpasst haben, sie sind zwei Seiten einer Medaille. Denn ohne den jungen Macher  von vorgestern gäbe es  ja viele Traditionsbetriebe von heute nicht!  Und  ist nicht  die Kombination von Tüftlergeist und Familienunternehmen, wie diese für unsere Heimat  typisch ist, die  Erklärung dafür, dass aus der vor Jahrzehnten noch bettelarmen Region eine der wirtschaftsstärksten in Europa geworden ist

 

Christian von Elverfeldt:

Das bringt mich nochmals auf den Ausgangspunkt  „Industrie 4.0“  zurück. Ist  Ihre selbstgestellte Aufgabe mit dem Projekt  „Manufak-TOUR“ dem Lebenswerk vieler Menschen mehr Beachtung und Wertschätzung zu verschaffen schon ein lobenswertes Vorhaben, so wäre es ein Mehrwert, wenn Sie mit dem Anspruch  „MANUFAKTUR 4.0“ den Inhaber(inne)n auch vermitteln, dass für deren Zukunft entscheidend sein dürfte, bei allem Traditionsbewusstsein sich auch mit den aktuellen Herausforderungen auseinander zu setzen, Tradition mit Innovation zu verbinden!

 

Alois Fleig

Herzlichen Dank für dieses zukunftsweisende Schlusswort, für Ihre Zeit  und die wertvollen Impulse aus unserem Gespräch!  Ich darf Sie herzlich einladen mit dem Projekt  „Manufak-TOUR“  als „PATEN-MANUFAKTUR“ in Verbindung zu bleiben!

 

© Alois Fleig  Waldkirch/Ettlingen  März  2018

 

BILDER aus  zwei  Jahrhunderten MANUFAKTUR MACK

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BORGWARD als Marke unsterblich

 

Kommt zurück nach Deutschland, in Baden schon 2005 wieder da als ZEIT-MANUFAKTUR

 

Aus dem fernen China die aktuelle Meldung: BORGWARD soll auf den deutschen Markt zurückkehren. Durch eine Kooperation des chinesischen Herstellers FOTON  mit der Werkstatt-kette A.T.U. soll der Nachfolger des legendären Autoklassikers auf den deutschen Markt gebracht werden. Diese Meldung erfreut  nicht nur die Auto-liebhaber, die noch heute bewundernd stehenbleiben, wenn Sie eine BORGWARD - Isabella erblicken.

Zeigt sich einmal mehr, dass eine echt gute Marke nicht totzukriegen ist?

Schon vor über zwölf Jahren und gerade mal 800 km vom einstigen Stammsitz in Bremen entfernt, am  südlichsten Schwarzwaldrand in Efringen-Kirchen wurde  die Borgward-Legende schon 2005 wiedergeboren. Ein BORGWARD – Fan, der im Hauptberuf als Maschinenbautechniker eine Zifferblatt-Produktion leitete, erwarb die BORGWARD MarkenRechte für alles nichtautomobile und startete mit einem kleinen Team die kleine aber feine  BORGWARD-ZEIT-MANUFAKTUR  und mit der Herstellung hochwertigster mechanischer Uhren. Ob Handaufzug, Automatik, Chronograph oder Regulator, alle werden in kleinen limitierten Serien in einer Kombination aus traditioneller Handarbeit und mit Hilfe hochpräziser Sonder-maschinen aus der nahen Schweiz gefertigt! Schon das schmucke Werkstatt-häuschen vermittelt einen einen ganz besonderen Eindruck mit den  verschiedenen kleinen Räumen für  jeden der Arbeitsschritte. Ehrensache, dass  vor dem Haus nicht irgendeine Nobelkarosse sondern ein Oldtimer aus der „Borgward – Schmiede“

Eine Manufaktur wie aus dem Bilderbuch, schwärmt Alois Fleig, Gründer des Projektes MANUFAK–TOUR -KULTURERBE am Oberrhein, http://www.winbaden.de/manufak-TOUR/  der diese „Perle“ gerade in seinen Kreis  aufgenommen hat. Hier stimmen alle Kriterien, die auch vom Manufaktur-Verband  gefordert werden zu hundert Prozent. Wichtigstes Kriterium für Ihn die Tatsache, dass die Manufaktur nicht nur  inhabergeführt sondern vielmehr von einem Menschen, der mit  Leidenschaft für seine Manufaktur steht!

Schon der Anblick der Zeitmesser mit dem an die klassischen Rundinstrumente angelehnten Design erinnert an die Autolegende der 50er Jahre!Nimmt  man noch ein solches Teil in die Hand oder ans Handgelenk,weckt dies  Assoziationen an gediegene Qualität, Wertbeständigkeit und Tradition.

Als vollkommenes Erlebnis für Uhrenbegeisterte aber bietet Jürgen Betz seine BORGWARD-Uhrenseminare an, bei denen die Teilnehmer ihre eigene Uhr nicht nur selbst zusammenbauen ,sondern diese auch mit selbstgemaltem Zifferblatt  und individueller Oberflächenbearbeitung zu einem UNIKAT werden lassen! Dazu lädt er regelmäßig Enthusiasten ein nach Efringen-Kirchen oder auch nach Bremen und hat dabei auch schon gekrönte Häupter wie König Albert II von Belgien in seiner Werkstatt gehabt!

 

Wenn auch die „ZEIT-MANUFAKTUR“ keine Zeit wirklich schaffen kann, vermittelt doch das „Ticken der Uhr die Sprache der Zeit“  und schafft kleine technische Wunderwerke von zeitlosem Wert!  BORGWARD - Zeitmanufaktur

 

© Alois Fleig /Winbaden.de 2018

 

 


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Klangvoller Doppel-Akkord am Oberrhein

Klangvoller Akkord am Oberrhein mit Orgeln, Manufaktur und einem Virtuosen

 

Ettlingen/Obernai.

Fahrt der UP- Pamina-VHS zu Orgeln,einer Manufaktur mit einem virtuosen Organisten

 

Als „Präludium“ beim Ettlinger Orgelfrühling das  Konzert mit Prof. Daniel Maurer, Professor am Conservatoir und Musikhochschule, Titular- Organist  an der  Silbermann-Orgel von St. Thomas in Straßburg.  In einem Konzert von Barock zur Avantgarde brillierte  Maurer auf der großen Matz & Luge-Orgel der Herz-Jesu-Kirche in Ettlingen. Neben eigenen Improvisationen war  unter anderem das „Carillon de Westminster“ einer der „Leckerbissen“

Wenige Tage danach das Wiedersehen auf der anderen Rheinseite in  Obernai bei einer Excursion  der UP- PAMINA-Volkshochschule (  www.up-pamina-vhs.org )

Nach einem kleinen Empfang mit Gugelhupf im Salon des fetes von Rosenviller  die Führung durch die Kirche bis auf die Orgelempore erfuhren die Orgel-Enthusiasten aus Baden, dass diese beachtliche Orgel  ohne die ehrenamtliche Leistung der Manufakturen und Handwerker wohl  nicht zustande gekommen wäre. Eine  davon, die Marqueterie d’Art Spindler, Gastgeber der nächsten Station hat sich auch mit dem Ortswappen als Intarsien-Arbeit dort an der Orgel „verewigt“

 

Doch nach der informativen Führung durch den Organisten und „Hüter“ dieses Kleinods erst einmal das Konzert von Daniel Maurer an der  II / 19 Garnier-Orgel .Mit Werken von Händel und Bach und eigenen Improvisationen empfing Prof. Maurer die  Gruppe in der elsässischen Orgelszene.

Unweit der kleinen Dorfkirche folgte nach dem musikalischen Kunstgenuß ein solcher für’s Auge, der Besuch in der letzten MARQUETERIE , (Intarsien-Werkstatt).

Nicht schöner zeigen kann man die Nachbarschaft, besser die Verbindung des KULTURERBES ORGELBAUKUNST mit MANUFAKTUREN , wie sie auf beiden Seiten des Oberrheins erlebt werden kann. Das  Anwesen, die ausgestellten Arbeiten und nicht zuletzt Monsieur Spindler, der Gastgeber, boten einen Blick in perfektes (Kunst-) Handwerkeine in eine glanzvolle Tradition! Für  die Winbaden-Manufak-TOUR am Oberrhein  war dies ein historischer Tag mit der Entdeckung der ersten  Manufaktur auf der elsässischen Rheinseite! Mit Unterstützung der  UP-PAMINA  sollte dies auch nicht allzu lange die einzige bleiben.

 

Nach kurzer Entspannung im  romantischen Parc de Leonardsau und Mittagessen im Relais de la Schiff war man dann wieder aufnahmebereit für den dritten Höhepunkt des Tages, das Orgelkonzert in der Saint-Pierre-et-Paul –Kirche im Herzen von Obernai mit Daniel Maurer an der  III/43 Merklin –Orgel

 

Beginnend mit Bach’s Fuge g-Moll ein Bogen in die Moderne , einer  Paraphrase sur „Salve Regina“ von Langlais  schließt sich der Kreis mit dem „Carillon de Westminster“ von L. Vierne!  Auch diese Konzert alleine, war die Reise in die Nachbarregion wert, war der krönende Abschluss einer außerordentlichen Exkursion und weckte die Hofffnung  auf ein baldiges Wiedersehen und wiederhören mit dem Orgelvirtuosen Daniel Maurer, ganz gleich ob links oder rechts des Rheins!

 

Mit einem Glückwunsch und Dank an die Co-Leiterin der  UP-PAMINA-VHS  Frau Dr.  Weyrauch-Herrmann zu einem eindrucksvollen Tag zu verborgenen Schätzendes  Kulturerbes am Oberrhein, verbindet sich die Hoffnung auf weitere, vielleicht gemeinsame Entdeckungen beiderseits des Rheins! Au revoir e bien merci

 

* Schon auf der Bank an der  Matz&Luge Orgel zum Einspielen  ( Bild oben) gab Prof. Maurer Winbaden.de  ein kurzes Interview  zum Thema  Orgelkunst am Oberrhein, Silbermann und  europ. Orgelzentrum in Marmoutier, wo wir uns  erstmals  begegnet sind.  Fortgesetzt  nach dem  Konzert in Rosenwiller, verriet er mir auch, dass er ein „heimlicher“ Freund der Drehorgelmusik sei und  für Drehorgel etwas komponiert habe!


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Heimat von DUAL gleich mehrfache Entdeckung

St. Georgen bekannt als Heimat von DUAL und PE, aber auch PAPST und weitere Namen haben die Region geprägt

 

Mit St. Georgen dem  Städtchen an der Schwarzwaldbahn sind für  die Nachkriegsgeneration  die Namen DUAL und  PE- Perpetuum–EBNER  verbunden, damit auch eine Epoche  der Industriegeschichte. Einige  Jahrzehnte  auch Zentrum der Musikaufzeichnung, bevor  dann Jahrzehnte später  diese  durch Sony  u.a.  und wieder ein paar Jahrzehnte später  von Apple und Co verdrängt! ...und just, da nun auch die CD vom virtuellen „Streaming“  abgelöst wird, erlebt die Vinyl - LP  ein neues Come Back! 

Für den  Freund der Langspielplatte ebenso spannend wie für den Forscher auf den Spuren Schwarzwälder Industriekultur ist  ein wahres Mekka  das DEUTSCHE-PHONOMUSEUM im Herzen der Stadt. Von den Vorläufern der Plattenspieler den Edison-Tonwalze findet man in  fast  400 Exemplaren, -alle spielbereit!- diese Technik. Für  den Angehörige der  68er Generation ein Wiedersehen mit dem „Koffergerät  als partygängiges Einsteigermodell bis zum  unerreichbaren HiFi-Turm“  oder  seine 1970 vom ersten Gehalt gekaufte  DUAL-Anlage wieder zu sehen und....... ein identisches Originalgerät  aus dem Fundus zu erwerben ....um es sich zum 75.ten zu schenken, ..ein  Hauptgewinn!

Einen Gewinn ganz besonderer Art aber ist es, den „Spiritus-Rektor“ der Sammlung  zu erleben. Jürgen Weisser, ein  agiler Mittsiebziger, dessen  ganzes Berufsleben mit DUAL eng verbunden, hat  die Story  von den Anfängen der Gebrüder Steidinger , der großen Vereinigung  aber auch den  späteren Niedergang der ganzen Branche hautnah erlebt hat, „auf der  Platte“! Im Gespräch mit Ihm wird eine Epoche lebendig, in der der gute Ton , Musik  und mehr mit den klangvollen Namen aus dem Schwarzwald kam!

Eine  der  Fragen  von  "winbaden/Manufak-TOUR" dann auch : „ Kann man sagen, dass auch DUAL in den Anfängen  aus einer Manufaktur hervorgegangen?“

 „Aber ganz klar, wenngleich man feststellen muss, dass  relativ bald  industrielle Strukturen geschaffen werden mussten,  unter dem  starken Konkurrenzdruck aus Übersee!„

Manufakturen aber  waren von großer Bedeutung als Zulieferer, die meisten oder fast alle verschwanden dann  mit dem Niedergang  des damals größten Plattenspieler-Werkes.

 Ist es nicht ein kleiner Trost , wie  aus einem alten Baumstrunk mitunter junge  Pflanzen wachsen , so entwickelten sich aus dem  „DUAL-PE- Strunk“ in jüngster Zeit  zwei junge „Hightech-Manufakturen“, die auf BASIS  der Tradition und dem Knowhow  der beiden Traditionsunternehmen, angereichert mit  modernster  Technologie  nicht nur den Namen sondern auch den Ruf  Schwarzwälder Erfindergeistes und Präzisionstechnik fortführen

So  stehen diese auch schon als Ziel  für die  Fortsetzung der „Manufak-TOUR“  fest.

Den Standort St. Georgen nur an DUAL-PE festzumachen, wäre entschieden zu kurz gegriffen, liegt Weisser  am Herzen.  Neben  Namen wie  Staiger, Grässlin  und anderen, hat  die Unternehmerpersönlichkeit von Herrmann Papst das Bild von St. Georgen geprägt . Papst–Motoren wurden  als  Antriebe  nicht nur der ersten vollelek-trischen  Grammophone, Tonbandgeräte bis hin zu Lüftern in Computern und anderen Geräten eingesetzt.  Das Unternehmen heute  EBM-Papst , nicht mehr  in Familienbesitz, produziert  auch heute in mehreren Standorten im Schwarzwald Antriebstechnik  auf höchstem Niveau

Die Familie PAPST  jedoch  ist immer noch am Ort präsent , vertreten durch die beiden Enkel  Constantin  und Daniel Papst  des Gründers  Herrmann Papst,  verwalten nicht nur das  geistige Erbe, zu dem  über 600  Patente  weltweit gehörten

Die Papst-Licensing  unterstützt  Unternehmen weltweit , wenn ihnen  Schaden droht  durch  Verletzung ihrer Patentrechte  durch sog. Raubkopien.  Genau dies war dem  Unternehmen  Papst zum Verhängnis geworden und  hat zum Verkauf  geführt.

Eine weitere wichtige Aufgabe  der Papst-Licensing  und der  Familienstiftung  besteht  darin, auch das ethische  Erbe von Herrmann Papst  in der  vielfältigen Förderung  der Stadt und  der Region  zu pflegen, erklärt mir  Daniel Papst in einem kurzen spontan zustande gekommenen Gespräch, das wir in Bälde fortsetzen und erweitern wollen!

(c) Alois Fleig  05.2018

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Schwarzwald AG Verband des Jahres

Eine starke Kampagne wird gewürdigt

 

Freiburg, 14. März 2018. Die wvib Schwarzwald AG ist Verband des Jahres. Mit der Kampagne „Einigkeit.Recht.Freiheit.“ holte sich der Wirt- schaftsverband mit Sitz in Freiburg die höchste Branchen-Auszeich- nung in der Kategorie „Interessenvertretung und Kommunikation“. Die Deutsche Gesellschaft für Verbandsmanagement e.V. (DGVM) lobt die- sen Preis alljährlich unter ihren mehr als 330 Mitgliedern aus. DGVM Präsident Peter Hahn hob in seiner Laudatio hervor: „Die Schwarzwald AG engagierte sich in einer heiklen Zeit vorbildlich und zeigte Haltung. Daran können sich alle in der Gesellschaft ein Beispiel nehmen“.

„Der Preis ist für unsere hauptamtlichen Mitarbeiter eine Bestätigung ih- rer Arbeit und soll Ansporn dafür sein, den Verband in seiner Außenwir- kung weiter zu profilieren“, so wvib Präsident Thomas Burger. Hauptge- schäftsführer Dr. Christoph Münzer ergänzt: „Wir sind vor allem stolz auf unsere Mitgliedsunternehmen, die sich für die gesellschaftlichen Grundpfeiler Demokratie, Rechtsstaat und Marktwirtschaft spontan und mit großem Engagement eingesetzt haben“. Dr. Christoph Münzer und Thomas Burger nahmen den Preis beim Festakt der DGVM in Berlin entgegen.

Den ersten Platz in der Kategorie „Interessenvertretung und Kommuni- kation“ teilt sich die wvib Schwarzwald AG mit dem Sozialverband Deutschland SoVD – Landesverband Niedersachsen. „Die Jury hatte es in diesem Jahr schwer, weil so viele Kampagnen wie noch nie einge- reicht wurden in dieser Kategorie. Die Kampagne der wvib Schwarz- wald AG sehen wir als ein exzellentes Beispiel dafür, wie ein Verband gleichzeitig eine große Wirkung nach außen und nach innen entfalten kann“, resümierte DGVM Präsident Peter Hahn.

 

Herzlichen Glückwunsch zu dieser Auszeichnung! Wir konnten die Kampagne live und  die SCHWARZWALD AG als starken Partner miterleben und freuen uns auf die nächste  Kampagne und die weitere Zusammenarbeit.

Alois Fleig -Winbaden.de-  April 2018

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Manufaktur-BURGER -Group Zukunft & Herkunft

 

Thomas Burger, Jahrgang 1961

 

Geschäftsführender Gesellschafter

BURGER GROUP / SBS-Feintechnik

Schonach im Schwarzwald

 

seit  2017  Präsident der WVIB Schwarzwald AG

Vorbemerkung:  Vielfalt  ist angesagt beim Entdecken und Erleben der Manufakturen.  Nachdem wir inzwischen neben den klassischen (handwerklichen) Traditionsmanufakturen, auch schon Klang-manufakturen  und Genussmanufakturen  entdeckt und erlebt haben, haben wir  jetzt eine ganz besondere Gruppe von Manufakturen entdeckt.  Es sind Unternehmen, die ihren Ursprung, ihre Wurzeln in Manufakturen haben, sich inzwischen zu starken Unternehmens(gruppen), teils Markt- führern entwickelt haben. Die sich heute noch zu Ihren Wurzeln bekennen und  das Projekt         Manufak-TOUR  als PATEN unterstützen,  so wie Thomas Burger!

 

Thomas Burger /SBS  – Im  Manufak-Tour- Interview : "Zukunft braucht Herkunft"

 

Thomas Burger hatte ich kennengelernt, anlässlich seiner Übernahme der Präsidentschaft beim WVIB- Schwarzwald AG  im November in Freiburg.  Auf den ersten Blick  ist dieser  starke Verband  mit  mehr als 1 000 kräftigen Familienunternehmen, darunter  eine ganze Reihe von Weltmarktführern, eigentlich das Gegenstück  zu Manufakturen. Oder doch nicht ? Schon im ersten kurzen Gespräch am Rande des Empfangs merke ich Zustimmung zu meiner These, dass gerade  hier im Schwarzwald die Wurzeln vieler  heute starker Unternehmen vor  einigen Generationen in einer  Manufaktur  gegründet liegt. Die von ihm in 5. Generation geführte  Burger-Firmengruppe mit Ursprung und Stammsitz in Schonach ist ein Paradebeispiel dafür. Nachdem nun das Geschäftsjahr schon wieder  gut angekurbelt, treffen wir uns heute hier in der Firmenzentrale. Schon im Eingangs-bereich auf den ersten Blick erkennt man das Motto „Tradition trifft Innovation“ Portraits der Gründergeneration neben modernen „blackforest – Mädels“ ;  eine Auslage von Uhrenteilen aus Messing, daneben ein Mountainbike mit SBS- Hightech im Tretlagergehäuse!  Druckfrisch auch ein Meisterwerk der Buchdruckkunst  der Jubiläumsbildband  zum 160 jährigen Firmenjubiläum mit dem vielsagenden Titel: „Zukunft braucht Herkunft“!  Gerade einen Blick hineingeworfen in die Erfolgsstory der Burger-Generationen, können wir unser Gespräch von Freiburg fortsetzen, an dem Ort, an dem alles begann!

 

Alois Fleig:

Herr Burger, seit  etwa einem halben Jahr führen Sie  mit der WVIB Schwarzwald AG einen starken Verband mit über 1 000 Familienunternehmen mit einer Viertel-million Beschäftigten, die einen Umsatz  von ca. 50 Milliarden generieren, was  dem  Gesamtbudget des Landes Baden-Württemberg entspricht.

Bereits in  5. Generation führen Sie die BURGER-GROUP und bereiten gerade  die nächste Generation auf den Einstieg vor. Kann man sagen, dass diese Tradition der Familien-Unternehmen ein Charakteristikum für den Schwarzwald darstellt. Dass das auch Tradition hat hier in unserer Heimat?

 

Thomas Burger:

Dem würde ich unbedingt zustimmen und noch anfügen, dass dieser Umstand auch mit dazu beigetragen hat, dass sich aus einer der ärmsten Regionen Deutschlands noch vor Jahrzehnten heute eine der wirtschaftsstärksten in Europa geworden ist!

 

Alois Fleig:

Bei unserem Projekt ManufakTOUR  gilt es  Manufakturen zu entdecken, zu erleben, zu erhalten. Wie sehen Sie es, ist angesichts von Industrie 4.0 so etwas in Ihren Augen noch ein Projekt, das in die Zeit passt, das noch Berechtigung hat?

 

Thomas Burger:

Durchaus, meine ich, ist es kein Fehler, wenn Unternehmer gerade in so hektischen Zeiten und in einer globalen Welt sich auch ihrer Wurzeln und Traditionen bewusst sind. Das passt auch genau auf unser Motto  „Zukunft  braucht Herkunft“ , das wir über unsere 160 jährige Firmengeschichte  gestellt haben und das auch für die Schwarzwald AG  steht.  Ich finde, eine schöne und auch wertvolle Aufgabe, die Sie sich da gestellt haben, die durchaus gerade in unsere schnellebige Zeit passt.

 

Alois Fleig:

Würden Sie mir auch zustimmen, wenn ich sage, dass Manufakturen auch ein „Stück Schwarzwald“, ein Stück HEIMAT sind, dass diese in der Region zuhause sind, zum Schwarzwald gehören wie der Schinken und das Kirschwasser?

 

Thomas Burger:

Wir  können natürlich die Manufakturen nicht  exclusiv für uns  hier in Anspruch nehmen, aber für unsere Region kann Ihnen da keiner widersprechen; ich und viele Unternehmer ganz bestimmt nicht. Schließlich gehört zu den Manufakturen ja auch der „Tüftlergeist“, der hier ja auch beheimatet ist.

 

Alois Fleig:

Kann, darf man Ihr Unternehmen, die Burger Group als Beispiel dafür sehen, dass hierzulande starke Mittelständler (Hidden Champions) Ihren Ursprung in Manufakturen haben, aus denen sie sich entwickelt haben?  Dazu kommt noch, dass dieser Kern, die mechanische Uhrwerk-Fertigung für Kuckucksuhren noch weiter besteht. Dass also noch echt „Manufaktur drin ist, auch wenn’s außen nicht draufsteht!“

A propos  was  macht eine Manufaktur aus?   Wird doch der Begriff  „Manufaktur“  doch oft  als Label  für „exclusiv“ benutzt. Auf der anderen Seite gibt es ja die Definitionen  z.B. nach dem GABLER-Wirtschaftslexikon oder als strenger DIN -Begriff vorindustrieller Arbeitsorganisation. Gehört aber zu  Manufaktur nicht noch mehr, ist  Manufaktur nicht ähnlich wie „Mittelstand“ nicht viel mehr als Zahlen-kriterien sondern mehr eine gelebte Unternehmensphilosophie, die  Begriffe wie Individualität, Qualität, Tradition und Erfindungsreichtum verbindet. Einfach ein(e) Unternehmer(in) mit  Herz und Verstand dahinter?

 

Thomas Burger:

So hab ich’s noch nicht gesehen, aber das kann man durchaus so verstehen! Manufaktur dazu gehört unbedingt mehr als ein paar Zahlen-Kriterien, auch wenn diese auch wichtig sind, um den  Begriff nicht zu verwässern.

 

Alois Fleig:

Können Sie verstehen, dass jem ich nach intensiven Recherchen und vor allem Erleben zum Ergebnis kommt, dass  die Manufakturen mit ihrer Tradition und dem in Ihnen verkörperten Wissen und Werten ein Kapitel KULTURERBE darstellen und entsprechende Wertschätzung verdienen. Würden Sie dem auch zustimmen?

 

Thomas Burger:

Ohne Frage ist dieser Anspruch gerechtfertigt; die Frage nur, ob und wie sich dieser „Titel“ manifestieren lässt, wie sich etwas greifbares generieren lässt für die Manufakturen? Ist schon die Entdeckung und Dokumentation von Wissen und Können und Traditionen, das in Vergessenheit zu versinken droht, eine lobenswerte  Sache. Wenn ich es aber richtig sehe, geht es Ihnen mit dem „Erleben, Erhalten“ um mehr als um einen „Titel“

 

Alois Fleig:

In der Tat sehe ich das Prädikat „Kulturerbe“ als ein Zeichen der WERT-SCHÄT-ZUNG für  besondere Art der WERTSCHÖPFUNG“!  Angesichts der Tatsache, dass immerhin fünf  Einzelgruppen von Manufakturen wie z.B. jüngst der Orgelbau, auf diese Liste aufgenommen wurden, ist das für die Gruppe nicht zu weit hergeholt! Darüber hinaus geht es aber auch darum, Kontakte zwischen den Manufakturen zu knüpfen, ihnen mehr  Öffentlichkeit zu verschaffen und wenn möglich da und dort , sie bei Problemen wie Nachfolge zu unterstützen.

Dabei setze ich darauf, Unternehmen und Persönlichkeiten zu finden, die bereit  sind, dieses besondere Kulturerbe  zu pflegen, die sich damit auch identifizieren? Dabei setze ich weniger auf  öffentliche Stellen sondern viel  mehr auf solche    Paten – Manufakturen, wie Sie, die sich zu den Wurzeln bekennen.

 

Thomas Burger:

Zu Ihrer Aufgabe kann ich Sie nur ermutigen und Ihnen versichern, dass sicher nicht nur wir  sondern auch andere PATEN  Sie unterstützen werden. Ihnen viel Erfolg und viel Freude auf Ihrer Manufak-TOUR, wir freuen uns, von Ihren Touretappen und den traditionsreichen Manufakturen  zu hören!

 

© Alois Fleig  2018   Schonach / Ettlingen

 


 

Das also ist des PUDELS KERN !

 

REGULA  das Standard - Uhrwerk

  • vor 100 Jahren der "Standard-Antrieb" mit dem als Antrieb Kuckucksuhren, Schilderuhren  und Wecker, zigtausendfach aus dem Schwarzwald in die Welt  gingen.
  • das heute noch im Herzen der Manufaktur  fast unverändert gebaut wird und als "Herz" in den  meisten "Schwarzwalduhren" klassisch oder mit modernstem Design  steckt.

 

 

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Unterwegs bei Manufakturen der Extraklasse

Auf meiner Manufak-TOUR unterwegs war ich im Februar im Schwarzwaldstädtchen, in der Heimat der KuckucksUhren  bei   einer  Manufaktur der  Extraklasse. Ein Unternehmen heute mit mehr als 1.000 Mitarbeitern

das  seinen Ursprung hat in einer Manufaktur  für Uhrenteile, 

-  dessen Uhrwerke vor  100 Jahren in den meisten Kuckucksuhren steckte,

-  auch heute die meisten im Schwarzwald ausgelieferten antreibt,

-  deren Inhaber sich heute noch zu den "Wurzeln seiner stolzen Unternehmensgruppe" bekennt!

 

...erfahren Sie  hier, was den Chef  eines high-tech-Unternehmens der Antriebstechnik  antreibt!

...und  wer  bitte ist  REGULA?  Tochter von Thomas Burger oder......?

 

Hier im  Eingangsfoyer der BURGER GROUP / SBS-Feintechnik WERK  in Schonach im Schwarzwald empfängt mich   Thomas Burger , Firmenchef in  5. Generation!

Interview demnächst hier!

 

 

Was  eine ganze Branche antreibt.....!

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ManufakTOUR - Schatzkiste der Region & KULTURERBE

-   Unterwegs zu ( teilweise letzten) Meistern Ihres Fachs ...und                                                                                                                                              -   Aktuelles aus der HEIMAT der Manufakturen und der MACHER


BLOG: Manufak-TOUR  KULTURERBE oder nicht?

Unterwegs auch mit der Frage ist für unser  Projekt "MANUFAK-TOUR "  der  Begriff  Kulturerbe  angebracht , ergab sich gleich zum Jahresauftakt eine besonders kompetente Aussage:

 

 

Historische Dimensionen der Kulturpraxis / Kulturelles Erbe
Prof. Dr. Hartwig Lüdtke (Direktor TeCHnOSeuM Mannheim)                            

Präsident der  UNESCO-Kommisssion.

Dies war der Titel einer hochinteressanten Gastvorlesung am KIT  

Gemeinsam mit mehr als 100  KIT-Studenten  erfuhr ich  interessante Hintergründe zur Arbeit der  UNESCO –Kommission, zum Bewerbung-Verfahren aber auch zu den Verpflichtungen der Bewerber und Träger  dieses Titels.

 In der anschließenden  Fragerunde nahm Gasthörer (Ex-KIT-Student)  Alois Fleig die   Gelegenheit  wahr, Herrn Prof. Lüdtke die Frage zu stellen:

„Herr Professor, Sie sprachen eben aus UNESCO-Sicht über Welt-Kulturerbe. Würden  Sie aus Ihrer Sicht auch das Prädikat „Kulturerbe“ auch Einrichtungen zubilligen, die nicht das Kriterium „weltweit einmalig“ erfüllen, jedoch für ihre Region von hohem Wert  sind, ein regionales Kulturerbe darstellen? 

 

Prof. Lüdtke:

„Das würde ich unbedingt bejahen, die weltweite Einmaligkeit ist ja das Kriterium der Welt-Organisation, eine Region hat da andere Kriterien. Kulturerbe ist ja kein UNESCO-Monopol!“

 Im anschließenden Gespräch fand er auch anerkennende Worte für die „ManufakTour“, sein Amt und seine Funktion als Gutachter  hindere ihn daran, ein schriftliches Votum abzugeben. Ich finde das aber ein hochinteressantes Projekt und möchte Sie gerne ermutigen!

 

Aus so berufenem Munde eine solche Wertung, ein starker Impuls für die Manufak_TOUR

 


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Bewegung am Oberrhein beim Club d'affaires

Am Oberrhein etwas in Bewegung bringen, dieses Motto verbindet winbaden.de  mit dem Club d'affaires franco-allemand RSO seit vielen Jahren. So freut es mich ganz besonders Ihnen im Namen des deutschen Co-Präsidenten Dr. Marduk Buscher die folgende  EINLADUNG zu übermittel

 

Programm

Veranstaltung: »Grenzüberschreitender Verkehr am Oberrhein«

Event la Société, Jagdhausstr. 5 (Parkplätze in ausreichender Menge in der Aumattstraße)

19.2.2018, ab 18 bis ca. 22 Uhr
Fernsehmoderatorin Evelin König (z.B. ARD-Buffet; SWR: Kaffee oder Tee)

18:00-18:30h Eintreffen derGäste,  Aperitif

18:30 h Begrüßung durch Daniel Steck und Marduk Buscher, Vorstellung der Kooperationspartner Pulse-of-Europe und BVMW, sowie von Evelin König als Moderatorin

18:45 h Keynote von Winfried Hermann, Verkehrsminister Baden- Württemberg (zugesagt) zur strategischen Planung auf deutscher Seite

19:00 h Keynote von Evelyne Isinger, Relations internationales et transfrontalières · Transports et déplacements (Grand Est) zur strategischen Planung auf französischer Seite

19:15 h Keynote von Robert Herrmann, Président du Metropolregion Strasbourg (zugesagt) zur gelungenen Umsetzung von Verkehrsprojekten im Großraum Kehl/Strasbourg

19:30 h kurze Umbau-Pause

19:45 h N.N.: PowerPoint-Präsentation mit Foto-Beispielen zur Verkehrssituation in der Grenzregion

20:00 h

Podiumsdiskussion mit folgenden Teilnehmern :Robert Herrmann ,Winfried Hermann, Evelyne Isinger

Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer, Rektor der UNI Freiburg und Präsident von Eucor (zugesagt)

Ralph Neininger, Vorsitzender des ADFC Baden-Baden Bühl Rastatt (zugesagt)
Francois Dugimont, Director Human Resources, Firma Heel, und Berufspendler (zugesagt)

Come together
Ende der Veranstaltung

21:00 h 22:00 h

Anmeldung: http://www.cafa-rso.eu/index.php/de/veranstaltungen/naechste- veranstaltungen/eventdetail/44/-/themenabend-grenzuberschreitender-verkehr-am-oberrhein

Mit freundlicher Unterstützung durch :

_________________________________________________________________________________ Club d’Affaires Franco-Allemand du Rhin Supérieur - Oberrhein (CAFA RSO)

Dt. Co-Präsident
Dr. Marduk Buscher, c/o IT + Media Group GmbH Schwarzwaldstraße 139
D-76532 Baden-Baden
+49 (0) 7221 2168 44
m.buscher@cafa-rso.eu

 


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Klangvoll und mit neuen Ideen gestartet

Dreikönigs-Drehorgel Konzert im Ettlinger Schloss mit guter Resonanz

 

Gleich zweifach gute Resonanz  bei meinem Drehorgel-Konzert an Dreikönig. Die  Akustische Resonanz im Südfoyer des Ettlinger Schlosses überraschte auch den  Gastgeber  Dr. Determann, Kulturamtsleiter und veranlasste mich bei ihm den Raum  für einen weiteren Auftritt  vorzubuchen!  Aber auch die Besucherresonanz war sehr gut und veranlasste weit über  100  Besucher nicht  nur  den Klängen zu lauschen, sondern sich auch  auch zum Thema  Kulturerbe  Orgelbau zu informieren. Interesse fand  auch das Innenleben und das Projekt.   https://www.winbaden.de/manufak-tour/  Bereits heute  zeichnet sich ein Reihe von Drehorgelauftritten ab!

Nach  Neujahrsempfang  bei Stadt Ettlingen und IHK mit zahlreichen  ermutigenden Gesprächen  ist nun  auch bei winbaden.de  das neue Jahr gut in Schwung gekommen. Noch im Januar stehen Besuche  an u.a. bei MACK-Rides, Burger-Gruppe und Nussbaum-Gruppe und   interessanten MANUFAKTUREN!

Bei dieser Gelegenheit möchte ich allen Partner, Freunden und Besuchern  ein GUTES NEUES JAHR wünschen!

Ein Schwerpunkt wird auch sein  unter der Flagge  https://www.winbaden.de/auf-gleicher-wellenl%C3%A4nge/  neue Partner mit  ähnlichem Engagement zu entdecken!

Schon für   kommenden Sonntag möchten unter diesem Motto wir einladen zum  „Tag der Offenen Tür“  beim www.eurodistrict-pamina.eu  nach Lauterburg!

 

Auf Wiedersehen  bei Pamina.... oder irgendwann bei WinBADEN / Manufak-TOUR !

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Klangvoller Welt-Kulturerbe-Status für den Orgelbau

Für die Oberrhein-Region von ganz besonderer Bedeutung, Initiative ging von Baden aus

 

Pünktlich zum Weihnachtsfest gibt es für die Deutsche Orgelstraße, die das Projekt initiiert und vorangebracht hat, einen  besonderen Grund zum Feiern. Die UNESCO –Kommission in Paris  hat dem Orgelbau und der Orgelmusik den Status des  IMMATERIELLEN KULTURERBES verliehen.

 

Dem Projektleiter Wolfgang Brommer und der Waldkircher Orgelstiftung, mit dem wir  seit Jahren freundschaftlich verbunden sind und ebenso Prof. Michael Kaufmann, der das Projekt wissenschaftlich begleitet hat, unseren herzlichen Glückwunsch zu diesem klingenden Erfolg.

 

Wenn auch der Status dem Orgelbau in seiner Gesamtheit gewidmet, so hat diese Auszeichnung für die Oberrhein-Region eine ganz besondere Bedeutung; nicht nur weil das Projekt aus der Region heraus, aus dem Orgelstädtchen Waldkirch betrieben worden ist. Nicht nur die Zahl der historisch wertvollen „Orgelbauwerke“ und klangvolle Namen wie „Silbermann“ sind mit der Oberrheinregion eng verbun-den, auch  die Orgelbau-Werkstätten reihen sich links rechts des Rheins zwischen  Basel und Bruchsal wie eine  Perlenkette!

 

Besondere Bedeutung und starke Ermutigung ist dieses Prädikat auch für das Projekt https://www.winbaden.de/manufak-tour/ . Nicht erst seit heute stellen die  Orgelbauer eine herausragende klangvolle Gruppe unter den MANUFAKTUREN am OBERRHEIN dar. Mit Ihnen hat nun nach  der „handwerklichen Glaskunst, den

BLOG- Orgel-Kulturerbe

 

Dem Projektleiter Wolfgang Brommer und der Waldkircher Orgelstiftung, mit dem wir  seit Jahren freundschaftlich verbunden sind und ebenso Prof. Michael Kaufmann, der das Projekt wissenschaftlich begleitet hat, unseren herzlichen Glückwunsch zu diesem klingenden Erfolg.

 

Wenn auch der Status dem Orgelbau in seiner Gesamtheit gewidmet, so hat diese Auszeichnung für die Oberrhein-Region eine ganz besondere Bedeutung; nicht nur weil das Projekt aus der Region heraus, aus dem Orgelstädtchen Waldkirch betrieben worden ist. Nicht nur die Zahl der historisch wertvollen „Orgelbauwerke“ und klangvolle Namen wie „Silbermann“ sind mit der Oberrheinregion eng verbun-den, auch  die Orgelbau-Werkstätten reihen sich links rechts des Rheins zwischen  Basel und Bruchsal wie eine  Perlenkette!

Besondere Bedeutung und starke Ermutigung ist dieses Prädikat auch für das Projekt https://www.winbaden.de/manufak-tour/. Nicht erst seit heute stellen die  Orgelbauer eine herausragende klangvolle Gruppe unter den MANUFAKTUREN am OBERRHEIN dar. Mit Ihnen hat nun nach  der „handwerklichen Glaskunst, den Schmuck-manufakturen, mit den Orgelbauern die dritte Gruppe diesen Status erreicht.

Ein starkes Argument dafür, der ManufakTOUR am Oberrhein, den Status „Regionales Kulturerbe“ zu gewähren. Um diesen bewirbt diese sich nicht bei der UNESCO in Paris, sondern bei Menschen und Institutionen in der Region!

 

In der Dorfkirche  am Kaiserstuhl - Orgelbaumeister Jäger (l) & Brommer (r)-  Eine der größten Orgeln in Süd-Korea

____________________________-auch Initiator des Kulturerbe-Projektes -    _________________________


Diese Auszeichnung nimmt  der winbaden.de -Betreiber und passionierte Drehorgler  Alois Fleig zum Anlass für ein „Ständchen“!Nach dem Motto “ Kleine Schwester“(Drehorgel)  gratuliert der Königin der Instrumente (Orgel)  gibt es am 6. Januar (Dreikönig) von 14.00 -16.00 beim Tag der offenen Tür des MUSEUMS Ettlingen im Südfoyer  des Schlosses stimmungsvolle Drehorgelklänge. In den Spielpausen gibt es Informationen zum Kulturerbe-Orgelmusik, zur Deutschen Orgelstraße, zur Waldkircher Orgelstiftung und zur „Manufak-TOUR am Oberrhei

 

https://www.unesco.de/kultur/2017/orgelbau-und-orgelmusik-sind-unesco-immaterielles-kulturerbe.html

 

https://www.deutsche-orgelstrasse.de/

 

https://www.winbaden.de/manufak-tour

 


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Eurobadisch statt altbadisch, Landesverband BADEN i.E.

 

Ein bemerkenswert "symbadischer" Jubiläums-Empfang in der Durlacher Karlsburg

 

 

 

Karlsruhe/Ettlingen,  09.12. 2017

 

 

 

Ein schöner Anlass , 25 Jahre Landesvereinigung Baden in Europa führte gut 150  Badener  in die Karlsburg ; Prominente  wie Prinz Bernhard von Baden und Alt-OB Seiler, Gründungsmitglieder und auch „einfache Freunde der „badischen Sache“!

 

Fast staatsmännisch die Begrüßungsansprache des 85-jährigen Präsi-denten Prof. Robert Mürb, Präsident von Anfang bis heute, der sichtlich erfreut zahlreiche Weggefährten aus 25 Jahren begrüßte. Wie man es von Ihm nicht anders erwartet, war er auch heute gut vorbereitet mit ZDF, Zahlen, Daten, Fakten zum Thema des Verbandes, der (un)gerechten Verteilung zwischen den Landesteilen. Auf den Punkt gebracht: In zwei Punkten herrscht pari, der Bevölkerungszahl und dem Steueraufkommen, in fast allen anderen Bereichen, teils gravierende Differenzen!

 

Nicht bissig aber deswegen noch lang nicht ohne Biss, mit badisch ver-schmitztem Augenzwinkern, übernahm Gründungsmitglied und Vizeprä-sident Michael Obert, heute Baubürgermeister wie Mürb vor 25 Jahren, die Aufgabe der Bilanz über die 25 Jahre Verbandsarbeit! Dass diese das Bohren ausgesprochen dicker Bretter in ausgesprochen hartes Holz wiedergab, überraschte nicht. Dass aber doch einige Löcher, sprich Korrekturen gelungen sind, konnte Obert ebenso vorweisen, wie auch auf humorvolle Weise  landespolitische Rätsel auflösen. So zum Beispiel , dass sich hinter den drei Buchstaben SWR: Schwäbisch-Württembergischer-Rundfunk  verbirgt!

 

Offensichtlich eine „diebische“ Freude stand Robert Mürb  ins Gesicht geschrieben, wie er mit  verschmitztem Lächeln als Festredner  einen Schwaben direkt aus der Europa-Zentrale, EU-Kommissar Günter Oettinger ankündigte. Was viele weder von  schwäbischen MP noch von einem EU-Kommissar erwartet haben, war dann eine wohl ausgewogene „Laudatio“ auf  Baden. Wäre ein hohes Amt in Baden zu vergeben gewesen, wäre dies als erfolgreiche Bewerbung durchgegangen. Das beste aber dann zum Schluß  die Quintessenz auf den Punkt gebracht: ....Baden ein starkes Stück Europa!  Sagt es,  tritt ab vom Podium... setzt sich an den  Konzertflügel  und stimmt  das Badner-Lied an,  das  er dann später textsicher bis zur dritten Strophe schmettert.

 

Da war um ein Haar die Regie durcheinander gebracht, da passte dann nur noch ein gepflegter Stehempfang auf diesen gelungenen Festakt!

 

 

 

© Alois Fleig/winbaden.de 12/2017  Fotos: Rüdiger Homberg

 

 

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100 Jahre Unternehmertum zu 100 Hightech-CEOs

 

Higtech-SUMMIT  der bw-con im EUROPAPARK zu Industrie 4.0

 

Mehr als 1000  Teilnehmer  aus Wirtschaft und Industrie Baden-Württembergs  kamen auf  Einladung der Wirtschaftsinitiative Baden-Württemberg Connected e.V. (bwcon) in den EUROPA-Park im badischen Rust.  Zum abschließenden  Galaabend und zur Preisverleihung des CyberOne Hightech Awards  kam auch noch die Chefin des mitveranstaltenden Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau , Frau  Ministerin Dr. Hoffmeister-Kraut.

Einen ganzen Tag konnten sich  im Confertainement Center des Europa-parks in Workshops  und Sessions Wissenschaftler, Unternehmer, Studenten und Inter-essierte zum Thema „Digitale Transformation“ und „INDUSTRIE 4.0“austauschen. „Speed-Dating“ zwischen CEOs und jungen Talenten“ war angesagt, mehr als 50 Aussteller boten einen zusätzlichen Überblick auf die Akteure aus der Region zu diesem spannenden Thema

Einen  hochinteressanten Kontrapunkt zu den über 100 präsentierten und präsentierenden vorwiegend jüngeren CEOs boten die beiden Keynotes zweier  badischer Unternehmerlegenden, die zusammen etwa 100 Jahre aktives Unternehmertum darstellten.

Roland Mack , Gründer und Inhaber des Europa-Parks  und Martin Herrenknecht , Gründer  undVorstand der Herrenknecht AG, beide  Absolventen der Technischen Hochschule Karlsruhe, heute KIT,  stellten beide deutlich heraus, dass 50 Jahre Tradition und Traditionsbewusstsein kein Hindernis darstellen, hochinnovativ und auf dem aktuellsten Stand der Technik, also auch der Digitalisierung zu stehen!

In unterschiedlicher Akzentuierung, hier weltläufig dort robust mit deutlich badischem Akzent, stellten beide klar, dass badische Unternehmer –und da sprachen sie nicht nur für die eigenen Unternehmen- weder aus Stuttgart noch aus Berlin oder Brüssel Belehrungen oder "Nachhilfe" brauchen. Was sie jedoch brauchen und fordern sind vernünftige Rahmenbedingungen, Infrastruktur  wie z.B.  Internetanbindung.

Schade, dass die Ministerin dies nicht  gehört, das zu diesem Zeitpunkt noch nichtanwesend.  Was  Herrenknecht am Herzen lag und von ihm auch deutlich angesprochen wurde war, dass hierzulande auch Großprojekte noch funktionieren. und dass dort wo es klemmt und knirscht  wie beim Rastatter Bahntunnel-Fiasko, die Ursachen woanders liegen und auf keinen Fall bei den badischen Tunnel-Bohr-Maschinen!

Als höchst bemerkenswertes Votum zu Unternehmenstradition und Fortschritt stellte  Dr. hc. Roland Mack, die "Wurzeln" seines Unternehmens heraus. Wie  der  größte Freizeitpark Europa mit dem Größen zusammenhängenden  HotelResort   vor über 100  Jahren sich aus einer Manufaktur, einer handwerklichen Wagnerei entwickelt hat, ist schon eine ziemlich einmalige Erfolgsstory.* Dass dieses immer noch der Familie gehörende Unternehmen, die MACK-Rides in Waldkirch sich zu einem hoch- erfolgreichen Weltmarktunternehmen  in Sachen Fahrgeschäfte entwickelt hat. Bezeichnend dafür, dass wir  vor  20 Jahren noch nach USA  gepilgert sind, um zu sehen was Disneyland bietet und heute diese und Parks aus aller Welt ins badische  kommen ,um zu sehen, was wir  bieten, so Roland Mack.

 

Wem noch nicht restlos klar war, dass er hier auf dem Higtech-Gipfel (Summit!), den  konnte dann ein „Flug über Europa“ mit dem neuen Voletarium  restlos überzeugen! Ein grandioses Erlebnis! Ein Beispiel für badische "Gipfel-Leistungen"!

 

(c) Alois Fleig winbaden.de  / Fotos bwcon

 

 

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Schwarzwald AG , mehr als ein Industrieverband!

BLOG –Schwarzwald-AG  Hauptversammlung.

 

 

 

-                Zu den bemerkenswerten Fakten einer HV hier die offizielle PM:

 

 

 

Thomas Burger folgt auf Klaus Endress als Präsident der wvib Schwarzwald AG

 

Freiburg, 10.11.2017: Thomas Burger, Geschäftsführender Gesellschafter der Burger Group in Schonach, ist neuer Präsident der wvib Schwarzwald AG. Der 56jährige Familienunternehmer in fünfter Generation steht als langjähriges wvib-Mitglied in der Tradition einer liberal verstandenen sozialen Marktwirtschaft und für die Themen Familie, Globalisierung, Technologie-Transfer und Stärkung des ländlichen Raums. Burger ist Nachfolger von Klaus Endress (Endress+Hauser). Nach neun Jahren an der Spitze des 1946 gegründeten Industrienetzwerks übergab Klaus Endress den Staffelstab im Rahmen der Hauptversammlung in Freiburg am 10. November 2017. Endress wurde für sein Engagement für Familienunternehmen, aber auch für Demokratie und Marktwirtschaft vom Bundespräsidenten mit dem Bundesverdienstkreuz – persönlich überreicht von Finanzministerin Edith Sitzmann – ausgezeichnet. Der Rektor der Albert-Ludwigs-Universität Prof. Hans-Jochen Schiewer verlieh Klaus Endress die Ehrensenatorenwürde der Universität.

 

- Die Positionierung eines Verbandes in Schwarzwälder Präzision:

 

Vor fast 500 Gästen im Freiburger Konzerthaus hielt Burger ein Plädoyer für einen selbstbewussten, breit vernetzen industriellen Mittelstand im ländlichen Raum, der mit liebgewonnenen Klischees vom „schutzbedürftigen Mittelstand“ aufräumen müsse. Der industrielle Mittelstand sei zentraler Leistungsträger, Steuerzahler und Arbeitgeber im ländlich dominierten Baden-Württemberg. Dennoch tue der Staat so, als müssten Unternehmer mit zahlreichen kleinteiligen Förderprogrammen und behördlichen Sprechstunden zum Jagen getragen werden, um den Strukturwandel nicht zu verschlafen. Burger betonte: „Der Schwarzwald schläft nicht – und schon gar nicht bei den existenziellen Fragen wie Digitalisierung oder Elektromobilität“. Sein Appell: „Die Steuereinnahmen sprudeln, weil die Wirtschaft läuft. Hören wir mit der staatlich subventionierten Verbreitung von Panik auf. Schaffen wir lieber den Soli ab und bauen unsere Infrastruktur und unser Bildungssystem kraftvoll aus! Und verschonen Unternehmer mit Bürokratie.“                                         Mit einem „Alles bleibt anders“ umriss Thomas Burger die Zukunft des Verbandes, der sich ab sofort offiziell wvib Schwarzwald AG nennt. „Wir sind sympathisch und erdverbunden wie der Schwarzwald – mit weltweit über 250.000 Beschäftigten und rund 50 Mrd. Umsatz aber international und stark wie ein Dax-Konzern. Wenn wir kompakt und abgestimmt auftreten, können wir gemeinsam viel weiter kommen.“

 

 

 

- Zur Wahrnehmung das „Stimmungsbild“ eines  Beobachters / Gastes:

 

 

 

Der Rahmen und der ganze Ablauf im Freiburger Konzerthaus hätte auch für eine AG oder DAX-Unternehmen gut gepasst. 

 

Die „Besetzung“ mit externer Prominenz ebenso, wenngleich manch einer sich auf MP Kretschmann gefreut hat, dieser sicher auch badisches Selbstbewusstsein gut aufgenommen hätte. Die Vertretung mit der Finanzministerin Zitzmann gut gelungen und gleich noch mit deren Wahlkreis Freiburg einen recht seltenen badisch-regionalen Bezug zum Landeskabinett hergestellt.

 

So kann auch die Verbandsführung auf große Erfolgs-Shows und laute Ansagen verzichten und dezent in einem Chart dokumentieren: Wir sind einfach gut.Betonung auf WIR Punkt!

 

Für einen  Beobachter, der über ein Dutzend Verbands-Events überregionaler Verbände am eigenen Leibe erfahren, war die Stimmung und die Gestaltung bemerkenswert "showarm" und dafür echt!

 

Der eben vollzogene „Wachwechsel“ in der Präsidentschaft erinnert an eine sorg-ältig vorbereitete Bilderbuch-Nachfolge in einem soliden Schwarzwälder Familien-Unternehmen. Der „Neue“ wird nicht aus dem Hut gezaubert oder in einer Kampf-abstimmung gekürt, sondern ist schon eine Weile in der Firma tätig und hat sich schon in der Firmenleitung bestens eingearbeitet. Somit auch kein Profilierungsdruck zwischen dem Scheidenden weltgewandten Schweizer und dem boden ständigen Schwarzwälder, die beide aus verschiedenem Holz geschnitzt, einiges gemeinsam haben.

 

Die Wahrnehmung der Mitglieder, wie eine große Familie oder wie sagte der neue Präsident doch am Mittag: Arbeits-Gemeinschaft – WERTE-Gemeinschaft-Schicksals- Gemeinschaft ! 

 

Beim Blick auf die Uhr sagt , dass es leider Zeit zum Zug ist. Apropos Uhr ,der Ablauf wie ein Schwarzwälder Uhrwerk! .. und die „ticken richtig“ und das über  viele  Jahrzehnte!

 

 

 

 

Alois Fleig /Winbaden-redaktion 

 

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Unterwegs zu MACHERN und MANUFAKTUREN

BLOG – Unterwegs zu MACHERN und Manufakturen.....Herr Lehmann in Lahr

 

Unterwegs in BADEN  zu Machern und Manufakturen habe ich an einem goldenen Oktobertag  gleich doppeltes Glück und treffe in einer Person gleich Beides.

Im Herzen meiner Heimatstadt Lahr im Schwarzwald, neben dem historischen roten Rathaus, dem "alde Rothus",  und dem ebenfalls historischen Gasthaus zum Löwen entdecke ich  HERR LEHMANN ein Zigarrengeschäft? 

Beim Eintritt  stelle ich fest, dass das nur zum Teil stimmt, in Wirklichkeit stehe ich in einer Zigarren-Manufaktur , der letzten ihrer Art  in Baden oder gar  deutschlandweit! Mit eigenen Augen schaue ich einer Zigarrenmacherin über die Schulter und erlebe, wie  gerade die „Lehmann N.5" als Wickel entsteht. Genauso wie  ich es mich vor  60 Jahren schon fasziniert hat, als im Nachbarort  in jeder Straße mindestens eine „Zigarrenfabrik“ war und ich meiner Tante in der Zigari zuschauen durfte.!

Gregor Grüb, der Chef,  Jahrgang 1974  mit  6 Jahren von Düsseldorf  nach Lahr gekommen, begrüßt mich und nimmt sich die Zeit, mir seine Manufaktur kurz zu zeigen.

 

Alois Fleig- Winbaden : 

Wie kommt man auf so eine Idee, hineingeboren sind Sie ja nicht; die Zigarrenmacherei ist ja auch in Lahr schon seit Jahrzehnten passe´.

Gregor Grüb - HERR LEHMANN:

.., nicht ganz passe´ denn hier stehen wir in einer Zigarrenmanufaktur, die wenige Kilometer im Nachbarort  Seelbach ohne Unterbrechung bestanden und produziert hat; und arbeitet  nun hier nahtlos weiter. Wie ich dazu gekommen bin?

Mit  19 Jahren von Lahr weg, habe ich von der ganzen Tabakgeschichte in Lahr  eigentlich nicht mehr viel mitbekommen.

Nach verschiedenen beruflichen Stationen seit  2010 wieder in Lahr als Geschäftsführer der Firma Oskar Weil (Abrazzo), ergab es sich - wie hier in Baden so üblich- bei einem genussvollen Essen mit einem Geschäftspartner

beim Anstecken der Zigarre der freundschaftliche Hinweis, dass der  Hersteller der Zigarre in Kürze  aufhören wird.  Das war die Initialzündung. Der Entschluß war gefasst: "Wir lassen dieses badische Kleinod nicht aussterben, wir machen weiter!" Dann gings nach Seelbach zu einem 80- jährigen, der mit seiner Frau zusammen schon sein Leben lang das Geschäft betrieben hat.  Dann gings ans RECHNEN und Lokalitäten suchen und so weiter....

 

Alois Fleig-Winbaden

Was war es dann mehr, Geschäft oder Liebhaberei? Business oder Tradition?

 

Gregor Grüb - HERR LEHMANN:

Es war sicher von Anfang an von all dem etwas  dabei, es war aber und ist auch heute zuerst einmal  eine ganz rationale Firmengründung mit Businessplan und allem was dazugehört. Aber den Impuls gab dann doch ein kräftiger Schuss Tradition und Spaß an der Sache!

 

Alois Fleig-Winbaden:

Was bedeutet der Standort, die Region für Sie, für Ihr Geschäft?

 

Gregor Grüb - HERR LEHMANN:

Der Standort hier ist gleich mehrfach bedeutungsvoll, gleich zweifach hier verwurzelt. Zum Einen handelt es sich um ein Traditionsunternehmen, das seit  Generationen am Ort  bestanden hat und nur wenige Kilometer „verpflanzt“ und mit dem Original-Equip-ment mit den traditionellen Produkten unverändert fortgeführt wird. Zum Anderen liegt auch  unsere Rohstoffbasis auch hier vor der Haustüre, im Herzen von Mittelbaden. Wir verarbeiten ausschließlich  Tabak, der hier  in der Nachbarschaft heute noch angebaut und veredelt wird. Hinzu kommt, dass  die Stadt auch von der „Badischen TABAK-MANUFAKTUR ROTHÄNDLE  geprägt wurde; auch die Historie der „Schächtele-Stadt“  in puncto Verpackung spielt hierein. Auch unsere „Zigarre-Kischtle“ kommen nicht aus China oder sonst woher sondern sind MADE in BADEN in einer echten MANUFAKTUR!

 

Alois Fleig-Winbaden:

Was macht Ihnen die Freude am Unternehmen aus, was  für Sie den Charme an diesem sehr speziellen Business?

 

Gregor Grüb - HERR LEHMANN:

Das sind auch mehrere Punkte. Da ist zuerst einmal die Freude, daran, dass das Geschäft sich positiv entwickelt, dass wir den „Break Eaven“ schon früher erreicht haben als geplant. Dann aber ist es mit der Kundschaft die Verbindung von Genuss und Entschleunigung  und auch noch Stolz auf eine sehr selten gewordene Tradition!

 

Alois Fleig-Winbaden:

Würden Sie mir beziehungsweise einem Kollegen, der hochwertige Edelbrände produziert, recht geben, dass diese anspruchsvolle qualitätsbewusste Genießer-Kundschaft, den Wert solcher Produkte und die Arbeit dahinter wertzuschätzen weiß?   Ganz im Gegensatz zur „Geiz-ist-geil“ Einstellung in anderen Bereichen!

 

Lieber Herr Grüb, ich wünsche  Ihrer Zigarren-Manufaktur weiter eine positive Entwicklung und Ihnen weiterhin viel Freude bei der Pflege einer badischen Unternehmenstradition! Herzlich willkommen als  jüngste Station auf der

Manufak-TOUR am Oberrhein-

 

www.Herr-Lehmann.com


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Ein bemerkenswerte Allianz für Einigkeit.Recht.Freiheit!

Abschlußkundgebung der WVIB-Initiative E.R.F. in Denzlingen


Auf den Angriff linker wie rechter Populisten gegen die Grundwerte unserer Gesellschaft hat sich ein breites Bündnis aus allen gesellschaftlichen Bereichen hinter die vom Wirtschaftsverband Industrieller Unternehmen Baden e.V. (wvib) initiierte Kampagne „Einigkeit.Recht.Freiheit.“ gestellt. Heute zogen die Vertreter dieser besonderen Allianz bei der Abschlussveranstaltung der Kampagne in Denzlingen Bilanz und riefen dazu auf, am 24. September die Demokratie zu stärken und wählen zu gehen.
 
Mit über 1.000 Online-Unterschriften, hunderten Menschen hinter dem blauen Banner der überparteilichen Initiative, persönlichen Zeitungsanzeigen der wvib-Chefs, unzähligen Likes und Kommentaren in den sozialen Medien und vielen kreativen Aktionen unterstützten wvib-Mitgliedsunternehmen und Freunde die im März gestartete Initiative.
 
Bei der Abschlussveranstaltung zogen wvib-Präsident Klaus Endress und Präsidiumsmitglied Thomas Burger, Burger-Gruppe, Schonach, zusammen mit prominenten Unterstützern der Initiative ein gemeinsames Fazit, darunter Bärbel Schäfer (Regierungspräsidentin Regierungsbezirk Freiburg), Josha Frey (Landtagsabgeordneter und Präsident des Oberrheinrats), Moritz Pohle (Pulse of Europe Freiburg) und Prof. Dr. Lars Feld (Direktor des Walter-Eucken-Instituts und „Wirtschaftsweiser“). Vor dem Kultur- und Bürgerhaus illustrierten einhundert aus Zellophan gefaltete Kraniche mit Kernsätzen aus dem „Manifest der Schwarzwald AG“ und persönlichen Statements von bekannten Unternehmern die Vielfalt der Kampagne. Diese sei damit als solche beendet, der Einsatz der Schwarzwald AG für Freiheit, Demokratie und Marktwirtschaft werde zukünftig aber eher zunehmen, um das Thema nicht falschen Propheten mit schlichten Parolen zu überlassen, so wvib-Hauptgeschäftsführer Dr. Christoph Münzer. Der wvib appelliert: „Wählen Sie am 24.9. demokratisch!“
 Eine besondere Allianz für Einigkeit.Recht.Freiheit.

Auf den Angriff linker wie rechter Populisten gegen die Grundwerte unserer Gesellschaft hat sich ein breites Bündnis aus allen gesellschaftlichen Bereichen hinter die vom Wirtschaftsverband Industrieller Unternehmen Baden e.V. (wvib) initiierte Kampagne „Einigkeit.Recht.Freiheit.“ gestellt. Heute zogen die Vertreter dieser besonderen Allianz bei der Abschlussveranstaltung der Kampagne in Denzlingen Bilanz und riefen dazu auf, am 24. September die Demokratie zu stärken und wählen zu gehen.
 
Mit über 1.000 Online-Unterschriften, hunderten Menschen hinter dem blauen Banner der überparteilichen Initiative, persönlichen Zeitungsanzeigen der wvib-Chefs, unzähligen Likes und Kommentaren in den sozialen Medien und vielen kreativen Aktionen unterstützten wvib-Mitgliedsunternehmen und Freunde die im März gestartete Initiative.
 
Bei der Abschlussveranstaltung zogen wvib-Präsident Klaus Endress und Präsidiumsmitglied Thomas Burger, Burger-Gruppe, Schonach, zusammen mit prominenten Unterstützern der Initiative ein gemeinsames Fazit, darunter Bärbel Schäfer (Regierungspräsidentin Regierungsbezirk Freiburg), Josha Frey (Landtagsabgeordneter und Präsident des Oberrheinrats), Moritz Pohle (Pulse of Europe Freiburg) und Prof. Dr. Lars Feld (Direktor des Walter-Eucken-Instituts und „Wirtschaftsweiser“). Vor dem Kultur- und Bürgerhaus illustrierten einhundert aus Zellophan gefaltete Kraniche mit Kernsätzen aus dem „Manifest der Schwarzwald AG“ und persönlichen Statements von bekannten Unternehmern die Vielfalt der Kampagne. Diese sei damit als solche beendet, der Einsatz der Schwarzwald AG für Freiheit, Demokratie und Marktwirtschaft werde zukünftig aber eher zunehmen, um das Thema nicht falschen Propheten mit schlichten Parolen zu überlassen, so wvib-Hauptgeschäftsführer Dr. Christoph Münzer. Der wvib appelliert: „Wählen Sie am 24.9. demokratisch!“
 Eine besondere Allianz für Einigkeit.Recht.Freiheit.

Anmerkung der Redaktion:

Im Umfeld der Kundgebung konnten wir mit Dr. Christoph Münzer , Haupgeschäftsführer des WVIB  ein Interview führen zu Fragen BADEN und OBERRHEINREGION auch zum aktuellen THema "Entsendgesetzregelungen"! In Kürze hier!
 

Die "Schwarzwald-AG" und starke Verbündete bei der Kundgebung zum Kampagnenabschluss!

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Baden mit Blick nach vorn...in der OberrheinRegion!

 

Vortrag im Rahmen der Heimattage 2017

von Dr. Sven von Ungern-Sternberg

Präsident des Landesverein Badische Heimat e.V.

Regierungspräsident Freiburg a.D.

in Karlsruhe , Prinz-Max-Palais

 

Titel: "Badens künftige Rolle am Oberrhein- grenzüberschreitende Entwicklungspotentiale im Rahmen der Trinationalen Metropolregion Oberrhein."

 

Baden mit Blick nach vorn.. in der trinationalen REGION Oberrhein TMO

Im Prinz-Max-Palais in Karlsruhe sprach Dr. Sven von Ungern-Sternberg , Freiburg zu „Badens künftige Rolle am Oberrhein –grenzüberschreitende Entwicklungs-potentiale  im Rahmen der  Trinationalen Metropolregion Oberrhein (TMO).

 

Schon der Titel  weckte  Erwartungen, erwartet man doch meist eher Klagen über  Benachteiligungen Badens wenn ein offizieller Vertreter Badens sich zu Wort meldet!

 

Recht weit zurück bis ins mittelalterliche  Geschehen am Oberrhein, doch keineswegs rückwärtsgewandt, ging der Blick auf  den damals schon aktiven Kulturraum. Spannend die Schilderung zwischen den Fürsten und Fürstbischöfen im Kräftespiel zwischen Basel, Straßburg und Freiburg bis zu Napoleon, der dann die Badische Landkarte brachte.

 

Nicht minder spannend im Hinblick auf das Zusammenspiel der drei Regionen nach  1870 und noch entscheidender die allerersten Anfänge der „Verständigung“ nach 1945, bei der die Region eine wichtige Rolle spielte. Ein interessantes aktuelles Ergebnis ist die aus dieser Entwicklung hervorgegangene TRINATIONALE METROPOL REGION (TMO). Ein besonderer Wert des Vortrages lag darin, dass der Vortragende nicht nur als Zeitzeuge berichten konnte, sondern über Jahrzehnte als Kommunalpolitiker und langjähriger Freiburger Regierungspräsident das Geschehen aktiv mitgestaltet hat. Aus diesem Blickwinkel ergaben sich hochaktuelle Einblicke nicht nur in das subtile Zusammenspiel  zwischen zentralistische, föderalistischen und eidgenössischen Strukturen, sondern auch in die Rolle von Paris und Bonn/Berlin und Stuttgart. Letztere waren auch bislang geprägt vom Prinzip des „langen Zügels“; was hoffentlich auch in Zukunft bleibt entgegen anderer Anzeichen.

 

Wenn auch das „M“ dabei schwächelt, weil die eine Metropole eben nicht vorhanden, stattdessen mit Basel, Straßburg und Freiburg jede der drei Regionen ihre Metropole einbringt, so ergibt sich daraus eine in Europa einmalige ModellRegion!

Und wenn Baden dabei durch Freiburg und nicht durch ihre einstige Residenz Karlsruhe repräsentiert wird, so spiegelt dies das stärkere badische Engagement der Südbadener wieder! (Anmerkung der Redaktion)

Die  zukunftsweisende und positive Bedeutung der Rolle Badens wurde unterstrichen durch ein Grußwort  des Leiters der  Stabsstelle für grenzüberschreitende Zusammen arbeit am RP Freiburg, Dr. Jürgen Oser.

 

Anmerkung der winBaden-Redaktion:

Eine Baden-Veranstaltung, die ohne das eigentlich obligatorische Badnerlied ausklang; dafür aber auch ohne "Klagen" und mit einem angeregten Gedankenaustausch!

Als schönes Ergebnis konnte ich sowohl von Dr. von Ungern-Sternberg wie auch von Dr. Oser die Zusage zu einem zeitnahen Treffen und Interview mitnehmen!

 

® Winbaden/Fleig 2017

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Entdeckungen, Begegnungen, Ereignisse in der Region

Werte in Baden zu Gast bei der Wertekommission e.V. im Burda Museum

 

 

Thema: Compliance: gelebte Werte-Konformität oder Feigenblatt?

 

 

 

 

Unter dieser Überschrift hatte die  Wertekommission e.V.  ins BURDA - Museum Baden-Baden eingeladen. Die Führung durch die aktuelle  Ausstellung als hochwertige Einstimmung für ein hochkarätiges Auditorium, danach die  Begrüßung  durch den Gastgeber des Abends , Oliver Striebel Partner und NL-Leiter der PRICEWATERHOUSECOOPERS  AG, Karlsruhe und Daniela Bechtold Vorstandsmitglied der Wertekommission e.V. Anspruchsvoll auch der Slogan: >Wertschöpfung durch Wertschätzung<. Die Überraschung kam gleich vorweg, die Abstimmung beim Eingang ergab, dass fast die Hälfte der Teilnehmer die Titelfrage mit Feigenblatt beantworteten. Pikant oder? Aber da waren sicher die Anderen damit gemeint und nicht die Anwesenden!

 

 

Das Podium kompetent besetzt mit PWC-Vorstand Prof. Winkeljohann, Fr. Prof. Peus, Stiftung Deutsche-Sporthilfe-Vorstand Ilgner, und immerhin ein Vertreter des „operativenGeschäfts“ , Frank Marrenbach CEO Oetker Collection.Er übernahm es dann auch, die Diskussion zwischendurch aus den Höhen auf die Ebene der Unternehmenspraxis herunter zu holen. So z.B. mit der Frage, ob man bei der Führungskräfteauswahl wirklich dem „werte-bewussteren“ Kandidaten oder nicht doch dem eloquenteren und durchsetzungsstärkeren Kandidaten den Vorzug gibt? Nicht zuletzt Dank einiger  Beiträge  aus dem Publikum, wurde die Panel-Diskussion mit Praxisbezug angereichert und auch die Antwort auf dieTitelfrage angemahnt!

 

Soweit die Veranstaltung; mehr dazu:  www.wertekommission.de

 

Jedoch wie sehen Sie es?  O-Ton aus der  Praxis:

 

A. Werkleiter internat. Unternehmen: „Wenn ich heute dem örtlichen Roten Kreuz oder Feuerwehr ein paar hundert € zukommen lasse (wie Jahrzehnte praktiziert), dann hab ich eine Mordsprozedur oder die Complianceabteilung am Hals“

 

B. Mittelständler: „Wenn ich Tag für Tag Compliance praktiziere, dann wissen meine Führungskräfte, was ich meine und was ich  haben will!

 

C. Und Sie ? Wie sehen Sie es?