- Unterwegs am Oberrhein - Blick über den Rhein -

 

Einer der "Charme"-Faktoren für Baden ist auch seine geographische Lage

  • im Herzen  Europas
  • in der Nachbarschaft zu Frankreich und der Schweiz.
  • in einem in seiner Art einmaligen Wirtschaftsraum Europas.

Das ist Wert und Verpflichtung zugleich! Das ist auch die Chance die Entstehung der

Trinationalen Metropol-Region TMO  mitzuerleben an ihr auch mitzuwirken!

  • Zu diesem Zwecke sind wir unterwegs zu Akteuren um im Dialog ihre Meinung zu Baden  zur OberrheinRegion erfahren und ihre Botschaft  weiter zu tragen.
  • Zu diesem Zweck sind wir zu den Akteuren in den zahlreichen "grenzübergreifenden" Initiativen, um diese bekannter zu machen und Verbindungen zu schaffen!

Unser aktuelles Gespräch in der Reihe " BLICK ÜBER DEN RHEIN / Am Oberrheinunterwegs"             führten wir anlässlich des 10. Pierre-Pflimlin-Symposiums im Mai in BADEN-BADEN mit dessen Gastgeber und Mitveranstalter Frank Marrenbach.


Frank Marrenbach

Jahrgang: 1965 , verheiratet 2  Kinder

 

Leitet seit 2000  Das Brenners  in Baden-Baden

ausserdem seit 2008 die Oetker -Collection

 

Seit 10 Jahren ist er Gastgeber und gemeinsam mit Christian Frietsch Organisator des         Pierre-Pflimlin-Symposium

 

Seit  2017  gehört er dem IHK -Präsidium an

Das Pierre - Pflimlin-Symposium findet seit 10 Jahren jährlich in Brenners Parkhotel Baden-Baden statt und steht 2017 unter dem Motto "Plädoyer EUROPA 2017" statt.

 

Pierre Eugène Jean Pflimlin  * 5. Februar 1907 in Roubaix, Département Nord; † 27. Juni 2000 in Straßburg) war ein französischer Jurist und Politiker. Unter anderem bekleidete er Ministerämter und 1958 kurzzeitig das Amt des Ministerpräsidenten. Er war auch Bürgermeister von Straßburg und von 1984 bis 1987 Präsident des Europäischen Parlamentes.Gilt als

 

„Brenners –Baden-Baden“: Ort des ersten (noch  streng geheimen) Treffens von Charles De Gaulle und Konrad    

 Adenauer gilt als  „Geburtsstätte“ des vereinten  Europa

 

Alois Fleig  -WinBaden.de

Herr Marrenbach unser Gespräch aus Anlass des 10. Pierre-Pflimlin-Symposium in wenigen Tagen hier im Hause, hat durch den gestrigen Wahlsieg  von Emanuelle Macron eine besondere Bedeutung gewonnen. Wie schätzen Sie dieses Ereignis ein?

 

Frank Marrenbach –Oetker-collection:

In der Tat hat dieses Datum auch eine  besondere Bedeutung hier  in der Region! Die Erleichterung  ist, übergreifend zu spüren, aber ich  meine hier in der engen  Nach-barschaft war diese noch stärker spürbar als woanders in der Republik!  Hier wird ja Europa tagtäglich  gelebt. Ist Ihnen übrigens auch  aufgefallen, dass bei der Feier in Paris nicht die Marseillaise sondern die Europa-Hymne erklang; ist das nicht ein sehr bemerkenswertes Signal?

 

Alois Fleig  -WinBaden.de:

Damit sind wir schon direkt bei einer meiner Kernfragen zu Baden - Oberrhein-Region- Europa gelandet: Braucht Europa Baden bzw. Braucht Baden Europa ?

 

Frank Marrenbach – Oetker-collection:

Das ist eine etwas überraschende aber interessante Frage; ich beginne  mit der zweiten einfacheren. Ich denke, dass da sicher der „Wahl-Badener“ mit dem „Ur-Badener“ einig sind, dass Baden Europa braucht , vielleicht noch mehr , noch spürbarer als andere Regionen. Aber auch anders herum wird „ein ja daraus. Ich bin überzeugt, dass Europa  Baden auf Grund seiner Lage als Scharnier  braucht, es braucht auch selbstbewusste Regionen, die Europa ein Gesicht geben, Identität stifte . Das ist eine wichtige  und auch reizvolle Rolle die- wie ich es sehe-  den Badenern auch liegt!  Das ist auch  finde ich eine schöne Aufgabe  für ein Medium, wie  winBaden.de, Flagge zu zeigen ohne abzugrenzen, Weltoffenheit  zu zeigen, die vor der Haustür schon anfängt!

 

Alois Fleig  -WinBaden.de:

Danke für das Kompliment an Baden! Und deshalb sind  für Winbaden  die Sicht und Meinung von „Wahlbadenern“ besonders  wichtig. Wie sehen Sie Baden, wie nehmen Sie Baden und die Badner wahr?

 

Frank Marrenbach –Oetker-collection:

Baden ist für mich wie ein herrliches Gemälde, das immer wieder neue Facetten erkennen lässt;  das ist die einmalige Lage zu Frankreich und der Schweiz, da ist Wein, Genuss  und Gastlichkeit –für mich als Gastronomen ja  nicht unwichtig-  und das ist auch der offene  Menschentyp, der dem Rheinländer sehr entgegen kommt !

 

Alois Fleig  -WinBaden.de:

Also Baden kein „Geographie“ sondern Lebensgefühl?

 

Frank Marrenbach –Oetker-collection:

...hundert Prozent!

 

Alois Fleig  -WinBaden.de:

Danke, das ist ein schönes Votum, da darf ich Sie um einen  kleinen Tipp bitten, welchen der  Slogans zu WERTE in BADEN-Schätze am Oberrhein  würden Sie wählen:

 

Frank Marrenbach –Oetker-collection:

Da wäre mein Favorit: „In Baden daheim, am Oberrhein unterwegs, mit Ziel Europa!

Auch deswegen, da dieser Bewegung signalisiert. Und das ist wichtig , Identität braucht Zutun, Europa  braucht  Zutun braucht Bewegung,...auf andere Zugehen!

 

Alois Fleig  -WinBaden.de:

Da wäre noch eine Frage: Was bitte ist für Sie  HEIMAT?  Seit einiger Zeit ist „HEIMAT“ wieder salonfähig; vor 10 Jahren noch war dies  ein Wort, das man  allenfalls 70-jährigen mit etwas Mitleid zugebilligt hat;  heute eine Renaissance... früher nur im Singular, heute auch im Plural.

 

Frank Marrenbach –Oetker-collection:

Zu Heimat habe ich eine ganz klare Definition und Meinung: Heimat ist dort  wo die Menschen sind, die mir etwas bedeuten. Das ist natürlich erst einmal dort wo man herkommt, wo Eltern wohnen... Düsseldorf; Heimat  ist aber auch dort, wo ich aktuell meinen Lebensmittelpunkt mit Freunden und Allem, was dazugehört , aufgebaut habe.

 

Alois Fleig  -WinBaden.de:

Wir sprachen vorhin vom  „Zutun“; in wenigen Tagen findet hier das Pierre-Pflimlin-Symposium statt; ein starke Aktion, die alljährlich hier in Ihrem Hause auf historischem Boden das europäische Feuer auflodern lässt!

Was hielten Sie davon, dazwischen diese Flamme ein wenig am Glimmen zu halte

Hier  in Abständen  mit  einem  Elsässischen und einen Badischen Unternehmer  bei einem Kaminabend  über das Miteinander am Oberhein , rückblickend und voraus-schauend , zu sprechen, vielleicht sogar eine kleine Aktion anzustoßen ?

 

Frank Marrenbach –Oetker-collection:

Das ist  eine gute Idee, die  ich gerne mit Ihnen gemeinsam aufgreife: Nun aber noch eine Anregung an Sie. Ich war mit knapp über  50  erstmals Teilnehmer einer Demo! Es war bei der „PULSE EUROPE“ und ich kann Ihnen nur sagen  es war zwar erst etwas ungewohnt , aber es war ein spannendes Erlebnis auf der Straße mit Menschen aller Altersgruppen in Gespräche zu kommen. Wäre das nicht  auch für Sie interessant und auch eine Möglichkeit  Ihre Botschaft  Baden und Europa unter die Menschen zu bringen

 

Alois Fleig  -WinBaden.de:

In der Tat, wäre das für mich eine neue Erfahrung, das wäre auch wirklich ein Anlass, der mich anspricht! Ich habe zwar die  68-er Jahre als Student in Karlsruhe erlebt; bin aber damals nicht zum demonstrieren gekommen!  Vielleicht  sehen wir uns dann gelegentlich  bei PULSE EUROPE . Für heute  bedanke ich mich für das wertvolle Gespräch und vielleicht lässt sich daraus etwas bewegen in Sachen  „Baden im Sinn-Europa im Blick“

 

(C) Alois Fleig -winbaden.de


 

Prof. Dr. Gerd Hager 

 

Direktor Regionalverband Mittlerrer Oberrhein

 

76130    Karlsruhe

 

  1. WinBaden.de - Werte in BADEN / Schätze am Oberrhein..

  2.   Wie kommt das bei Ihnen an? ...von Gestern? ..
    Was halten Sie von der Idee die Vorzüge unserer Region etwas herauszustellen?
    Dabei den Persönlichkeiten, die die Region geprägt, besondere
    WERTSCHÄTZUNG für ihre „WERTSCHÖPFUNG“ widmen?

    Ich kann Sie darin nur bestärken. Wir haben bereits vor einigen Jahren für die TechnologieRegion Karlsruhe ein Taschenbuch mit dem Titel „GANZ SCHÖN TRADITIONSREICH herausgegeben, das eine ähnliche Zielrichtung verfolgt.

Braucht EUROPA Baden? Oder anders gefragt:
hat REGIONALES in Zeiten der Internationalisierung noch Bedeutung? ...oder gerade erst recht?

Eindeutig ja, aber in beide Richtungen gedacht. Einerseits bietet die nähere Umgebung, dort wo ich lebe und arbeite, eine wichtige Erlebnis- und Identifikationsplattform. Hier findet das wirkliche Leben in all seinen Facetten statt, der reale Antagonist zum digitalen, medial vermittelten Weltbild. Andererseits darf der Blick nicht am Tellerrand enden. Unsere Region ist heute international vernetzt. Europa prägt ein Stück weit unseren Alltag, von der Ernährung bis zur Währung. Ein regelmäßiger Blick durch die europäische Brille kann keinem schaden.

 

Heimat? welche Bedeutung hat dieser Begriff für Sie, was verbinden Sie damit? Heimat Baden? geht das ? oder was ist Baden für Sie?

Anlässlich der Heimattage in Bruchsal haben wir gemeinsam mit dem dortigen Stadtplanungsamt ein so genanntes „Heimatsymposium“ organisiert. Die Kernfrage war: Kann man Heimat planen respektive bauen? zugegeben, ein eher akademischer Ansatz. In diesem Zusammenhang habe ich auch die provokante Frage nach dem „Heimatradius“ aufgeworfen, also eine hypothetische Entfernung vom derzeitigen Lebensmittelpunkt bis zu einer erlebbaren „Heimatgrenze“. Eine solche Inselphilosophie erscheint im Zeitalter der Mobilität und Digitalisierung jedoch realitätsfern. Für mich bildet Baden eine von mehreren Heimatsphären, die mein Lebensgefühl mitbestimmten. Daneben empfinde ich mich gleichermaßen als Karlsruher mit europäischen Wurzeln in einer globalen Gemeinschaft.

 

BADEN > < OBERRHEINREGION Was halten Sie von dem Slogan?:
"I
n Baden daheim, am Oberrhein unterwegs",

 

Gut finde ich vor allem die grenzüberschreitenden Bezüge in den Slogans, ganz im Sinne des vorher gesagten. Baden ist Teil einer der bedeutendsten europäischen Grenzregionen für deren Entwicklung wir uns im Rahmen des Initiativkreises Metropolitaner Grenzregionen auf nationaler und europäischer Ebene engagieren. Ein weiteres Motto könnte sein „Baden im Blick, Europa im Sinn!“

 

Was macht Ihnen Freude / Hoffnung, was Sorge mit Blick auf die Region?

 

Mit Freude verfolge ich den wirtschaftlichen Erfolgskurs, auf dem sich unsere badische Region befindet. Unsere Städte und Dörfer sind eingebettet in wunderbare Urlaubslandschaften wie Rheinniederung, Schwarzwald, Kraichgau, Pfälzer Wald und Vogesen. Und wir profitieren nach wie vor von unseren tradierten Werten der Freiheit, Offenheit und Demokratie.
Zu den größten gesellschaftspolitischen Herausforderungen zählen für mich der demografische Wandel, darunter die Integration der zahlreichen Neubürger. Spannend wird es auch, mit welchen Strategien und Maßnahmen wir am Oberrhein dem Klimawandel und seinen Folgen für Mensch und Natur begegnen können.

Was könnte, sollte WinBaden.de anpacken, leisten, damit WIN für die Region entsteht? Bäume pflanzen , Treffs, Touren organisieren, ......

 

WIN BADEN könnte eine zusätzliche Plattform bieten, die genannten Herausforderungen anzunehmen: Begegnung und Integration ermöglichen und klimafreundliche Aktionen unterstützen damit Baden auch in Zukunft attraktiv und lebenswert bleibt.

 

Herzlichen Dank für  den DIALOG , gerne bleiben wir  mit Ihnen in Verbindung!

 

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Das Pierre - Pflimlin-Symposium findet seit 10 Jahren jährlich in Brenners Parkhotel Baden-Baden statt und steht 2017 unter dem Motto "Plädoyer EUROPA 2017" statt.

 

Pierre Eugène Jean Pflimlin  * 5. Februar 1907 in Roubaix, Département Nord; † 27. Juni 2000 in Straßburg) war ein französischer Jurist und Politiker. Unter anderem bekleidete er Ministerämter und 1958 kurzzeitig das Amt des Ministerpräsidenten. Er war auch Bürgermeister von Straßburg und von 1984 bis 1987 Präsident des Europäischen Parlamentes.Gilt als Vater der deutsch/französischen Aussöhnung und "Geburtshelfer" der Europäischen

 

„Brenners –Baden-Baden“:

Ort des ersten (noch  streng geheimen) Treffens von Charles De Gaulle und Konrad    

 Adenauer gilt als  „Geburtsstätte“ des vereinten  Europa

 

 

 

 

Prof. Dr. Hager, Direktor Regionalverb.Oberrhein

Winbaden- könnte eine Plattform bieten, auf der neben Heimatpflege auch der Gedanke der  TMO, der TRINATIONALEN METROPL-REGION Oberrhein  gefördert wird; frei nach dem Motto:   - Baden im Sinn, den Oberrhein im Blick!-