Schwarzwald oder Silicon Valley?

Wollen wir uns, unserer Region "Silicon Valley" wirklich antun?

Bemerkenswerte Frage beim Innovationstag  der  SCHWARZWALD AG im Hause der BADENOVA in Breisach

 

Innovationstag  beim WVIB- SCHWARZWALD AG

"Silicon Valley oder Schwarzwald"

Im Hause der BADENOVA-TOCHTER  BADEN-IT Breisach

Am Pult beider Eröffnung:

Dr. Mathias  Nikolay Technik -Vorstand der BADENOVA

 

 

Der Titel der  WVIB –Veranstaltung  im Hause der  BADENOVA - Tochter in Breisach  lautete offiziell ganz neutral: „Silicon Valley oder Schwarzwald“ eine wohl rethorische Frage. Schon in der Eröffnung  durch Hauptgeschäfts-führer Dr. Christoph Münzer stellte dieser mit einer mit Anglizismen gesättigten Einführung schon mal klar. Das Vokabular und die Sprüche des Silicon Valley hätte man schon drauf, aber wollen wir brauchen wir das?

 

Dr. Matthias Nicolay, Technik-Vorstand der gastgebenden BADENOVA AG, unterstrich in seinem Grußwort die hohe Innovationsbereitschaft der Unternehmen hierzulande und verwies auf die überwiegend mittelständisch geprägte Struktur und nicht zu vergessen die mehrhundert-jährige Tradition der Schwarzwälder; die schon erfolgreich Innovationen auf den Weltmarkt gebracht, als vom Silicon-Valley noch niemand sprach!

So kam die höchst bemerkenswerte Frage in der Keynote von Professor Dr. Guido H. Baltes zur Rolle der Start-Ups in Deutschland, sinngemäß: Bevor wir das vielgepriesene Silicon-Valley herbeisehnen, sollten wir uns die Frage stellen: Wollen wir uns  das Silicon Valley  wirklich antun? Das  u.a. bedeutet, dass auch die vielgepriesene Förder-Kultur  darauf hinaus läuft, dass zugunsten von ein paar wenigen Umsatz-Milliardären, die übrige Region ausge-trocknet wird? Auch um den Preis der höchsten Zahl an sogenannter „prekären“ Beschäftigung in dieser Region!

Diese Frage, nicht aus dem Munde eines „Hinterwälders“ sondern von einem Vertreter der Wissen-schaft, der gleichzeitig im Innovationsgeschehen in engstem Kontakt zu den Unternehmen steht und der auch das S.V. aus eigener Praxiserfahrung kennt!

Diese Frage ist auch bemerkenswert angesichts der Tatsache, dass landauf landab bei Veranstaltungen öffentlicher Institutionen, den Unternehmen oft „Nachhilfe in Sachen Digitalisierung“ dringend angeraten wird und dort auch „Google-Evangelisten“ auftreten, die das hohe Lied des Google-Valley vortragen.

Zu der immer wieder aus Richtung Politik angemahnten Aufforderung zum WANDEL ließ die  Aussage des Profes-sors aufhorchen, dass die mittelständische Wirtschaft in „Ihrer Wandlungsfähigkeit, sogar der Wissenschaft um Längen voraus“ , von der Verwaltung ganz zu schweigen!

Dazu passt eigentlich Aussage des Präsidenten des WVIB- SCHWARZWALD- AG, Thomas Burger, der an anderer Stelle mit Blick auf öffentliche "Nachhilfe-Angebote" in Digitalisierung meinte: „Die Wirtschaft ist nicht behindert, sie wird eher behindert! Was wir brauchen sind keine Belehrungen sondern Infrastruktur und vernünftige Rahmen - bedingungen!“

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen ausser, dass dies nur der Vorspann zu einem sehr intensiven Innovationstag war, bei dem  ein Dutzend Unternehmer als Referenten, mehr als 4 Dutzend Unternehmern als Teilnehmer gegenüber saßen; „auf Augenhöhe“ somit kein Slogan sondern bewährte Praxis war.

....und  ganz  aktuell dazu nahtlos anschließend:

 

...digital und auf der Höhe ,die i+e Industriemesse

vom 30. Jan. - 1.Feb. in der Messe Freiburg

 

© Winbaden/Fleig/2018

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