Baden mit Blick nach vorn...in der OberrheinRegion!

 

Vortrag im Rahmen der Heimattage 2017

von Dr. Sven von Ungern-Sternberg

Präsident des Landesverein Badische Heimat e.V.

Regierungspräsident Freiburg a.D.

in Karlsruhe , Prinz-Max-Palais

 

Titel: "Badens künftige Rolle am Oberrhein- grenzüberschreitende Entwicklungspotentiale im Rahmen der Trinationalen Metropolregion Oberrhein."

 

Baden mit Blick nach vorn.. in der trinationalen REGION Oberrhein TMO

Im Prinz-Max-Palais in Karlsruhe sprach Dr. Sven von Ungern-Sternberg , Freiburg zu „Badens künftige Rolle am Oberrhein –grenzüberschreitende Entwicklungs-potentiale  im Rahmen der  Trinationalen Metropolregion Oberrhein (TMO).

 

Schon der Titel  weckte  Erwartungen, erwartet man doch meist eher Klagen über  Benachteiligungen Badens wenn ein offizieller Vertreter Badens sich zu Wort meldet!

 

Recht weit zurück bis ins mittelalterliche  Geschehen am Oberrhein, doch keineswegs rückwärtsgewandt, ging der Blick auf  den damals schon aktiven Kulturraum. Spannend die Schilderung zwischen den Fürsten und Fürstbischöfen im Kräftespiel zwischen Basel, Straßburg und Freiburg bis zu Napoleon, der dann die Badische Landkarte brachte.

 

Nicht minder spannend im Hinblick auf das Zusammenspiel der drei Regionen nach  1870 und noch entscheidender die allerersten Anfänge der „Verständigung“ nach 1945, bei der die Region eine wichtige Rolle spielte. Ein interessantes aktuelles Ergebnis ist die aus dieser Entwicklung hervorgegangene TRINATIONALE METROPOL REGION (TMO). Ein besonderer Wert des Vortrages lag darin, dass der Vortragende nicht nur als Zeitzeuge berichten konnte, sondern über Jahrzehnte als Kommunalpolitiker und langjähriger Freiburger Regierungspräsident das Geschehen aktiv mitgestaltet hat. Aus diesem Blickwinkel ergaben sich hochaktuelle Einblicke nicht nur in das subtile Zusammenspiel  zwischen zentralistische, föderalistischen und eidgenössischen Strukturen, sondern auch in die Rolle von Paris und Bonn/Berlin und Stuttgart. Letztere waren auch bislang geprägt vom Prinzip des „langen Zügels“; was hoffentlich auch in Zukunft bleibt entgegen anderer Anzeichen.

 

Wenn auch das „M“ dabei schwächelt, weil die eine Metropole eben nicht vorhanden, stattdessen mit Basel, Straßburg und Freiburg jede der drei Regionen ihre Metropole einbringt, so ergibt sich daraus eine in Europa einmalige ModellRegion!

Und wenn Baden dabei durch Freiburg und nicht durch ihre einstige Residenz Karlsruhe repräsentiert wird, so spiegelt dies das stärkere badische Engagement der Südbadener wieder! (Anmerkung der Redaktion)

Die  zukunftsweisende und positive Bedeutung der Rolle Badens wurde unterstrichen durch ein Grußwort  des Leiters der  Stabsstelle für grenzüberschreitende Zusammen arbeit am RP Freiburg, Dr. Jürgen Oser.

 

Anmerkung der winBaden-Redaktion:

Eine Baden-Veranstaltung, die ohne das eigentlich obligatorische Badnerlied ausklang; dafür aber auch ohne "Klagen" und mit einem angeregten Gedankenaustausch!

Als schönes Ergebnis konnte ich sowohl von Dr. von Ungern-Sternberg wie auch von Dr. Oser die Zusage zu einem zeitnahen Treffen und Interview mitnehmen!

 

® Winbaden/Fleig 2017

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