Gärt's noch oder schäumt's schon?

Wettbewerbszentrale ärgert  badische MittelstandsBrauereien

 

Es ist schon eigenartig auf welche Ideen solche Institutionen ,auch Regulierungsbehörden genannt, kommen oder auch vielleicht gebracht werden. Ist es vielleicht der Frust, der diese überkommt wenn Sie ihrer eigentliche Aufgabe nachgehend, uns Verbraucher vor der Allmacht der Konzerne zu schützen? 

Da ist die agile Traditionsbrauerei am Schwarzwaldrand in der Ortenau, die einem neuen Produkt den charmanten Namen "Schwarzwald-Marie" gibt. Dies nicht nur um von  dem aktuellen Hype der starken Marke Schwarzwald etwas zu partizipieren; mehr eigentlich um damit auch ihr kleines Handicap mit ihrem Standort Ulm zu kompensieren. Selbst unter Badenern verbindet die  Mehrheit mit Ulm eine schäbische Industriestadt am östlichen Rand von Württemberg und nicht den reizenden Ort am reizvollen Schwarzwaldrand! Das aber sei nicht sei nicht Schwarzwald und damit Irreführung? Der Badner wie der Schwarzwälder fasst sich an den Kopf  und braucht 'nen Schnaps, besser ein Schwarzwälder Kirschwasser, geschätzt 3/4 davon wird in unmittelbarer Nachbarschaft genau hier erzeugt! LIegt es vielleicht an der Optik, vielleicht ortet man in der Wettbewerbszentrale die Standorte mit Hilfe von Sattelitenkameras? Wie auch immer; hier kann nur ein Ortsttermin Klärung bringen. Deshalb mein Angebot an das hohe Gericht , eine Einladung zu einer mehrstündigen Wanderung in den Schwarzwälder Vorgbergen mit Einkehr in Bauhöfers - Biergarten zu Schwarzwälder Schincken und Schwarzwald-Maidle -SelbstzahlerBasis damit's nicht als Bestechung gilt-! Das Schwarzwälder Kirschwässerle  gibt's gratis  als Medizin!

Ein Schuft ,wer Böses dabei denkt, aber zufällig vertritt die gleiche Kanzlei die Wettbe-werbshüter auch den großen StaatsBrauKonzern, der wohl die Marke Schwarzwald für sich alleine in Anspruch nehmen möchte.

Aber a propos Irreführung, wie ist das denn, wenn es nicht um unscharfen Ortsbezug sondern um eine totale Verdrehung der Fakten um 180 Grad handelt?  Lernt nicht jeder Grundschüler im Biologie-unterricht dass die Gattung der Tannen (Abies) sich von der  Gattung der  Fichte ( Picea ) neben der Art der Nadeln sich vor allem durch den aufrecht-stehenden Fruchtstand, die sogenannten Tannenzapfen markant unterscheidet. Ist dann das Ettikett des sog. "Tannenzäpfle" nicht eine eklatante und bewusste Irreführung? 

Soll man dann das Etikett mit einer "untypisch üppigen aber schlaff hängenden Pracht"  als Symbol für das Waldsterben verstehen, oder als drohende Warnung, dass stolz aufrechtes auch erschlaffen kann! Ist es nicht bedenklich, dass tausende von Forstdirektoren, Baumbiologen, und andere Experten, widerspruchslos diesen Widerspruch übersehen haben?

Und wenn wir schon bei irreführenden Bezeichnungen darf man auch hinter das "Badische" bei der Staatsbrauerei ein Fragezeichen setzen. Eine Brauerei, die Ihren Sitz zwar auf  Badischem Terrain hat, aber Ihren Gewinn nach Stuttgart  abliefert und die von dort auch Ihren Chef geholt hat, wirkt nicht unbedingt "symbadisch"; gerade wenn dieser  dann auch auch gleich mit Sprüchen seine Kollegen düpiert!

Als nächsten haben sich die Wettbewerbshüter noch die Waldhaus-Brauerei vorgenommen. Die hatte selbstbewusst  wie "Kleine"  oft sind, einfach  das DLG Prädikat "Brauerei des Jahres" für sich als "Beste Brauerei Deutschlands" interpretiert. Dass konnte man ja nicht durchgehen lassen; schlimm genug  dass die "Kleinen"  nicht nur bei den Auszeichnungen oft die Nase vorn haben. Waldhauschef Dieter Schmid dürfte das gelassen sehen, weiß er doch, dass seine Fans das sehen wie er und er  ob mit oder ohne das "Schild" das heimliche Kultbier aus dem Schwarzwald ist.

Mit einem Prost und dem Stoßgebet "Herr lass Hirn vom Himmel fallen" hoffe ich darauf, dass sich unsere Brauer sich wieder auf ihr Geschäft konzentrieren können und  freue ich mich auf einen zünftigen Pfingst-Früh-Schoppen!

Alois Fleig - WinBadener

........Wo der  Schwarzwald am Schönsten....sind auch Brauereien wie Bauhöfer nicht weit!.......